Dharamshala, 13. Februar 2026 – Die Wahlkommission der Zentralen Tibetischen Exilregierung hat am Freitagnachmittag die Ergebnisse der Vorwahl zum Amt des Sikyong sowie zur Zusammensetzung des 18. Tibetischen Parlaments im Exil bekanntgegeben.
Auf Grundlage von Artikel 67(4) der Wahlordnung, der bei einem Stimmenanteil von über 60 Prozent bereits im ersten Wahlgang eine Stichwahl ausschließt, wurde der amtierende Sikyong Penpa Tsering zum Regierungschef des 17. Kashag erklärt. Er erreichte 61,025 Prozent der abgegebenen Stimmen und überschritt damit die entscheidende Marke.
Nach Angaben der Wahlkommission beteiligten sich insgesamt 51.140 Tibeterinnen und Tibeter an der Abstimmung; 103 Kandidaten hatten sich um das Amt beworben. Auf Penpa Tsering folgten Kelsang Dorjee Aukatsang mit 17.843 Stimmen sowie Tsering Phuntsok mit 159 Stimmen.
Zugleich veröffentlichte die Wahlkommission die Liste der Kandidaten für die Endrunde der Parlamentswahl. Gemäß Artikel 67(3) sowie Artikel 49(1)(A) der Wahlordnung wurden – nach Ablauf der jeweiligen Rückzugsfristen – Kandidaten in mehrfacher Anzahl der zu vergebenden Sitze nominiert. Auf die drei traditionellen Provinzen Tibets entfallen jeweils 30 Kandidaten. Je sechs Bewerber wurden aus den vier Schulen des tibetischen Buddhismus und der Bön-Religion sowie aus den Wahlkreisen Nord- und Südamerika und Europa und Afrika bestimmt. Drei Kandidaten stammen aus Australasien (ohne Indien, Nepal und Bhutan).
Für die Parlamentskandidaten endet die Frist zur formellen Bestätigung ihrer Kandidatur am 27. Februar 2026. Die Bestätigung muss über die jeweilige lokale Wahlkommission eingereicht werden und neben persönlichen Angaben auch Kopien der ersten und letzten Seite des sogenannten Green Book, eine maximal 300 Wörter umfassende Kurzbiografie (Schriftart Monlam Uni Ouchan 2, Größe 14) sowie ein aktuelles Passfoto enthalten.
Ein Rückzug der Kandidatur ist noch bis zum 28. Februar 2026 durch einen schriftlichen Antrag bei der Wahlkommission möglich.

