Rede von SH dem Dalai Lama zu den Tibetern

             am 13. September 2017 in Frankfurt

 

 

Aus der Videoübertragung in Facebook Seiner Heiligkeit des Dalai Lama

 

Inoffiziell vom Tibetischen ins Deutsche übersetzt von Tsering Ngodup, Heidelberg

(Die Bemerkungen in Klammern und Schrägschrift sind von mir)

 

 

O.K. Zuerst möchte ich wissen, wie viele von euch aus Deutschland sind. Könnt ihr eure Hände hochheben? O.K. Gut. Dann heben die die Hände hoch, die aus der Schweiz sind. O.k. Dann aus Belgien? O.K. Was gibt es noch? Niederlande? Ist jemand aus den Niederlanden da? O.K. Gut. (Sein Repräsentant aus der Schweiz flüstert ihm sehr leise zu, dass es Tibeter auch aus Frankreich gibt) Was bitte? Oh! Wie viele seid ihr aus Frankreich? Ah! Da ist Rinpoche (- zeigt auf Rato Kyongla Rinpoche aus Frankreich, der in der vorderen Reihe sitzt + lächelt ihm zu) - O. K. Sehr schön.

 

Heute treffe ich mit Menschen zusammen und halte Reden. Aus diesem Anlass seid ihr (Tibeter) aus verschiedenen Gegenden gekommen. Ihr habt Ausgaben gehabt, um hierher zu kommen. Trotzdem seid ihr gerne und mit Freude gekommen. Ich möchte euch danken. (Applaus). Ihr seid gekommen mit dem Gefühl als Tibeter und mit der aufrichtigen Zuneigung zu eurem eigenen Land und Volk. Ihr seid auch mit großem Vertrauen und Respekt zu mir gekommen. Darüber hinaus habt ihr normalerweise, wo immer auch ihr seid, das Gefühl, Tibeter zu sein, nie aufgegeben und eure Bemühungen für Tibet und unsere Gemeinschaft und unser gemeinsames Ziel aufrecht erhalten.

 

Genauso sind unsere Geschwister in Tibet. Obwohl sie unter großen Problemen leiden - sogar unter der ständigen Angst um Leib und Leben stehen, sind ihre Liebe zu Tibet und der tibetischen Nation trotzdem sehr groß und bewundernswert. Ich denke, 1956 fing es an mit der Revolte in Kham in Osttibet, dann ging es 1957 weiter in der Gegend von Amdo, und dann gab es 1957, 1958 Unruhen in Ütsang (Zentraltibet). Vor 1959 war die Unterdrückung in Amdo und Kham sehr brutal und groß gewesen. Um 1959 war die Unterdrückung dann auch in Lhasa unvorstellbar groß. Um diese Zeit haben die chinesischen Militäroberen sehr wahrscheinlich gedacht, dass sie durch ihre massiven Unterdrückungsmaßnahmen den tibetischen Mut und das Nationalgefühl der Tibeter vernichten könnten. Sie haben gedacht, dass sie die Tibetfrage sehr bald - sogar bis Ende der 50er Jahre - aus der Welt geschafft hätten. In zehn Jahren würde niemand mehr von Tibet sprechen. Sie haben nicht gedacht, dass die Tibetfrage bis jetzt noch bestehen würde. Nun sind mehr als 60 Jahre vergangen. Aber wir haben unseren Mut noch nicht verloren. Besonders der Mut unserer Geschwister in Tibet ist sehr groß. Tibet gehört eigentlich ihnen. Sie sind die eigentlichen Besitzer Tibets. Ich betone diese Meinung immer, wenn ich die Gelegenheit bekomme, mit ihnen zu sprechen. Wenn sie nach Indien zu einem Verwandtenbesuch kommen (möglich erst seit 1980), sage ich, dass sie Teil der wirklichen Besitzer von Tibet sind. Der Mut und die Entschlossenheit von ihnen sind wirklich bewundernswert. Das gibt uns Flüchtlingen im Ausland Hoffnung und gibt uns Mut and Zuversicht.

 

Die meisten Tibeter sind in Tibet. Dann gibt es die Flüchtlinge, von denen die meisten in Indien leben und dann die in der Schweiz, in Belgien, Amerika, Kanada, Australien u.s.w., in vielen Ländern in unterschiedlicher Zahl verstreut. Wir alle repräsentieren mehr oder weniger die Bevölkerung Tibets. Das ist sehr gut. Deshalb möchte ich heute euch allen in Vertretung aller Tibeter für eure aufrichtigen Bemühungen danken. (Applaus)

 

 

Als wir das erste Mal nach Indien kamen, waren wir etwa zehntausend Menschen in Missamari (ganz im Nordosten Indiens). Damals hatten wir nur den Himmel und die Erde, die uns bekannt waren. Wir waren besorgt um unsere Zukunft. Wir wussten nicht, wie es weitergehen würde. Dann konnten wir durch die Hilfe hauptsächlich von Indien und auch von einigen Hilfsorganisationen allmählich Siedlungen in Indien einrichten und auch mit der Errichtung von Schulen beginnen. Dann kamen die Klöster hinzu - zuerst war es in Missamari. Nach der Entscheidung der Regierung Indiens waren sie nur für 300 Mönche vorgesehen. Das waren zu wenig Mönche nach unserer Vorstellung. Wir haben gebeten, eine Einrichtung (Kloster) für mindestens 1500 Mönche zu gründen. So haben wir mit 1500 Mönchen ein Kloster in Buxar (in Bihar) gegründet. Aber da die Gegend von Buxar nicht so sauber war und wegen ihrer Abgeschiedenheit und der schlechten Infrastruktur, war es sehr schwer, die Mönche mit Lebensmitteln zu versorgen. Viele Mönche wurden krank - z. B. Lungenerkrankungen - wegen der knappen und schlechten Lebensmittelversorgung. Deshalb wurde beschlossen, diese Mönche in die Gegend von tibetischen Siedlungen umzusiedeln. Im Großen und Ganzen haben wir nicht nur für das nackte Überleben und Wohlergehen gesorgt, sondern haben uns bemüht, unsere Bevölkerung zusammenzuhalten, um die tibetische Kultur und das tibetische Wissen am Leben zu halten. So ungefähr war unsere Situation.

 

1973 bin ich dann allmählich nach Europa zu Besuch gekommen. Dann war ich 1979 in Russland, und im selben Jahr war ich auch in Amerika. Davor hatte ich bereits viele Menschen aus verschiedenen Ländern in Indien getroffen. Ich traf viele Menschen aus buddhistischen Ländern, z.B. religiöse Gelehrte und auch andere Gelehrte. Mit vielen Wissenschaftlern aus den westlichen Ländern kam ich auch in Kontakt. Wenn man (nach all den Gesprächen mit diesen Gelehrten) genau nachdenkt, haben unsere älteren Generationen die fünf klassischen Lehren oder Wissensgebiete der Nalanda Universität* erstaunlich gut bewahrt. (zu diesen Wissensgebieten zählen Dichtung, Metrik, Synonymologie oder Etymologie, Dramatologie und die Medizin, Kunst, Logik und Philosophie und die Innere Schulung in den drei Sammlungen - das sind im Buddhistischen Kanon: die Lehre Buddhas über ethische Disziplin (Ethik), genannt Vinaya, meditative Schulung, genannt Sutras und hohe Weisheitsschulung, genannt Abhidharma - insgesamt ca. 108 Bände mit über mehreren hundert Seiten). Dieses Wissen haben uns die Khän-lob-chö-sum übertragen (diese Khän-lob-chö-sum sind Guru Padmasambhava, Shantarakshita und der König Trisong Detsen aus dem 8. Jahrhundert). Dieses Wissen oder die geistige Lehre der Nalanda Gelehrten müssen wir lernen, die Grundtexte auswendig lernen; wir müssen in der Lage sein, die einzelnen Erklärungen und Kommentare wörtlich zu verstehen und auch in der Lage sein, sie zu erklären. Man muss in der Lage sein, die Erklärungen auf Hindi, wenn nicht auf Tibetisch weiter zu geben. Die Darlegungen über Pramana (Primäre Erkenntnis oder Epistemologie) von Dignaga (indischer Gelehrter aus dem 5.- 6. Jahrhundert) und Chandrakirti (7. Jahrhundert) sind vollständig auf Tibetisch vorhanden. Zum Beispiel sind Chandrakirtis Sieben Abhandlungen zur primären Erkenntnis und Dignagas Kompendium zur primären Erkenntnis u.s.w. alle auf Tibetisch vorhanden zu lesen.

 

 

 

*(Nalanda [Universität] ist eine 15 km nördlich von Rajgir (im heutigen indischen Bundesstaat Bihar) gelegene Ruinenstadt. Hier befand sich die größte buddhistische Universität (gegründet im 5. Jh.), an der über 10.000 Studenten und 1.000 Professoren studierten und lehrten. Zu ihr gehörten 9-stöckige Bauten, 6 Tempel und 7 Klöster. Die Bibliothek soll 9 Millionen Bücher umfasst haben. Sie war damit zugleich das größte Lehrzentrum der antiken Welt überhaupt. Die Universität wurde Ende des 12. Jahrhunderts im Zuge der islamischen Eroberung Indiens und der damit verbundenen Dezimierung des Buddhismus zerstört. Ein Lehrzentrum gleichen Namens wurde 1351 in Tibet errichtet. Um die Tradition als international bedeutsamer Universitätsstandort wieder aufzunehmen, wurde auf Initiative der indischen Regierung im Jahr 2010 die Nalanda University gegründet). aus Wikipedia

 

 

Auch chinesische Buddhisten waren Nachfolger der Nalanda Universität. Aber die Pramana-Texte sind nur auf Tibetisch vollständig zu finden. Auf Chinesisch soll es die Prosaform von Dignagas Pramana Rig-gu geben. Sonst findet man die Texte nirgends außer auf Tibetisch. Shantarakschita und Kamalashila (die im 8. Jahrhundert nach Tibet kamen) waren beide große Meister und haben sehr ausführliche und sehr gute Werke über Pramana und den Mittleren Weg (philosophische Thesen über Epistemologie) verfasst. Diese Texte sind alle auf Tibetisch übersetzt und erhalten. Diese zwei (indischen Gelehrten) haben viele Werke über Madhyamaka, den Mittleren Weg, verfasst. Sie beide sind Gelehrte in Philosophie, Epistemologie, Madhyamaka u.s.w. gewesen. Sie waren unsere Lehrer. Ihre Übertragungen haben die Tibeter von Generation zu Generation ganz genau und rein bewahrt. Während der früheren Übersetzungszeit haben unsere Vorväter auch Pramana studiert. In der späteren Übersetzungszeit hat z.B. Sakya Kunga Gyaltsen über Pramana die Uma Rigter (Schatzhaus der Weisheit und Logik, ein Werk über Logik und Epistemologie) verfasst. Dann haben Chapa (Chapa Chökyi Senge, 12. Jahrhundert) und seine Schüler Werke über die Kunst der Debatten geschrieben. Manche Thesen waren wahrscheinlich neu. Aber es gab viele Tibeter, die große Gelehrte waren wie die Gelehrten der Nalanda Universität (in Indien). Vor einigen Jahren hat Tripathi (Prof. Ram Shankar Tripathi - ein indischer buddhistischer Gelehrter) Dang-nge leg-shä nying-po (Die Essenz der Eloquenz - eine interpretative und definitive Darlegung Buddhas über die tatsächliche Seinsweise der Phänomene) von Tsongkhapa (dem Gründer der Gelugpa Schule) ins Hindi übersetzt. Er ist ein sehr großer Gelehrter in Sanskrit-Literatur. Nun da er diesen Text (von Tsongkhapa) ins Hindi übersetzt hatte, konnte er ganz genau den Wert dieses Textes einschätzen. Ich kenne ihn gut. Deshalb habe ich ihn einmal nach seiner Einschätzung über den Verfasser dieses Textes gefragt. Ich fragte ihn, ob man den Verfasser dieses Textes zu den Gelehrten der (damaligen) Nalanda Universität zählen könnte. Er sagte, nicht nur das, sondern er (Tsongkhapa) wäre zu den Spitzengelehrten zu zählen. Das ist wirklich so. Es gab sehr viele Gelehrte und verwirklichte, große Menschen in Tibet. Auf Grund ihrer Güte wurde in Tibet das gesamte Wissen von Nalanda studiert, praktiziert und ist so erhalten geblieben. Das merke ich mit Genugtuung, wenn ich mich mit vielen Wissenschaftlern und großen Gelehrten unterhalte. Ich sehe, wie wichtig es ist, dieses Wissen zu fördern und zu erhalten.

 

Anfangs als wir als Flüchtlinge ankamen, waren wir besorgt um den Erhalt unseres Wissens und unserer Kultur für uns selbst. Jetzt kommen langsam auch die Gedanken, ob wir mit unserem Wissen den anderen helfen könnten. Deshalb lernen die Mönche in letzter Zeit in den Klöstern Hindi, Englisch, Chinesisch usw. Sie studieren auch moderne Wissenschaften. Sie sind inzwischen ziemlich gut vorangekommen. Letztes Jahr haben wir in Südindien ein Seminar über Mind and Life (Bewusstsein (Geist) und Leben) gehalten. Da waren einige Mönche dabei, die zusätzlich zu ihrem regulären Studium auch andere Sprachen und moderne Wissenschaften studiert haben. Ich fand sie sehr gut. Sie haben sich mit den modernen Wissenschaftlern gut unterhalten. Wir haben also die Instrumente und Möglichkeit. Nur waren wir noch nicht gut genug in fremden Sprachen und moderner Wissenschaft. Dadurch sind wir ziemlich versteckt geblieben. Ich finde, jetzt ist die Zeit gekommen, mit unserem Wissen anderen zu helfen oder unseren Beitrag zu leisten. Es ist unsere Pflicht. Um diesen Beitrag leisten zu können, ist an erster Stelle die tibetische Sprache sehr wichtig, weil nur durch sie das ganze, tiefgründige und weitläufige Wissen verstanden und erklärt werden kann. In anderen Sprachen ist das nicht so ganz möglich. In anderen Ländern ist das Wissen in alten Sprachen abgefasst und sehr schwer zu verstehen. In Sanskrit gibt es auch die fünf großen Wissensgebiete von Nalanda, aber es ist eine Sprache, die nur wenige Gelehrte können. Auf Tibetisch dagegen kann man sich in allgemein verständlicher Sprache verständigen. Da all dieses Wissen von Nalanda auf Tibetisch erhalten ist und auch verständlich ist, denke ich, dass die tibetische Sprache wichtig ist. Das sind die großen Leistungen unserer früheren Vorväter.

 

Da es das Wissen von Pramana (Epistemologie) fast nur auf Tibetisch gibt, können wir den Wert dieser Sprache sehen. Die großen Könige und Lehrer der damaligen Zeiten haben sich sehr weise Gedanken über die Förderung und Erhaltung dieses Wissens gemacht.

 

Es war in der Zeit von König Songtsen Gampo (7. Jahrhundert), dass der Minister Thünmi Sambhota die tibetische Schrift erfunden bzw. die damalige Bon-Schrift weiter entwickelt hat. In dieser Zeit heiratete König Songtsen Gampo die chinesische Prinzessin Gyasa (Wengchen). Den Jowo im Jokhang hat sie als Brautgift mit nach Tibet gebracht. Als ich nach China ging (1954-1955), sah ich in Schenzhen (?) einen Tempel mit einem leeren Thron. Sie erzählten, es sei der Thron von Jowo in Lhasa gewesen. Es ist völlig klar, dass der Jowo ursprünglich aus Indien kam, dann nach China gebracht wurde und zum Schluss nach Tibet kam. Wir hatten sehr viele Kontakte und Beziehungen zu China. Trotzdem wurde die tibetische Schrift in Anlehnung an indische Schriften entwickelt. Dann während des 8. Jahrhunderts hat König Trisong De-tsen sich bemüht, die Verbreitung des buddhistischen Wissens weiter zu fördern. In dieser Zeit wurden die gesamten Drei Sammlungen auf Tibetisch übersetzt. Um diese Zeit gab es die Weisheitslehre von Nagarjuna (einer der höchsten Meister Indiens des 2. Jahrhunderts) schon auf Chinesisch. Deswegen wäre es möglich gewesen, sie von China zu lernen. Trisong Detsens Mutter war, glaube ich, Chinesin. Aber Trisong Detsen hat mit großem Weitblick die großen Meister, wie Khenchen Shiwatso (Shantirakshita) und später Kamalashila, aus Indien nach Tibet eingeladen und das gesamte buddhistische Wissen direkt aus Indien nach Tibet übertragen lassen. Seine Überlegungen waren sehr weitsichtig. Ob er damals die Tragweite der politischen Bedeutung in Betracht gezogen hat oder nicht, können wir heute nicht sagen. Aber heutzutage hat das auch große politische Bedeutung. Die Leistungen von König Trisong Detsen und Shantirakshita und Kamalashila sind wirklich großartig und bewundernswert. So haben wir eine Sprache und eine Schrift.

 

In letzter Zeit zeigen viele Wissenschaftler Interesse an dem Feld des geistigen Bewusstseins. Es ist inzwischen über 30 Jahre her, dass ich mich mit westlichen Wissenschaftlern unterhalte. Eigentlich hatte ich diesen Gedanken, mich mit Wissenschaftlern zu unterhalten, schon vor 40 Jahren. Ich kannte einige Amerikaner, die Buddhisten waren. Ich habe diesen gegenüber damals meinen Wunsch, mit den modernen Wissenschaftlern zu reden, geäußert. Sie haben mir damals gesagt, dass die modernen Wissenschaften Religion ablehnen. Deshalb wäre es gefährlich, mit denen zu diskutieren. Aber Buddha selbst hat gesagt, dass man seine Lehre erst dann glauben soll, nachdem man selbst ganz genau die Richtigkeit überprüft hat und nicht aus blindem Glauben und Respekt vor ihm. Buddha hat gesagt: "Bhikschus und Gelehrte sollten meine Worte prüfen, wie ein Goldschmied Gold durch Erhitzen, Schneiden und Reiben prüft. Nur dann sollten meine Worte akzeptiert werden, nicht aus Respekt vor mir". Wenn die Dinge nach allen möglichen Experimenten nicht standhalten, kann und muss man das sein lassen.

 

Zum Beispiel akzeptiere ich die Vorstellung vom Weltensystem mit Berg Sumeru und den verschiedenen Kontinenten und Welten nicht. Im Abhidharmakosha z.B. steht, dass die Entfernung von Sonne und Mond zur Erde gleich wäre. Aber von der modernen Wissenschaft ist bewiesen, dass die Entfernung der Sonne zur Erde viel weiter ist als die vom Mond zur Erde. Ich weiß nicht, wie einige Ältere von euch sich wohl fühlen, wenn ich sage, dass ich in diesem Fall mit der buddhistischen Version nicht einverstanden bin. Buddha ist gekommen, um die Vier Wahrheiten zu lehren und nicht, um den Kosmos zu erkunden. Manches ist entsprechend der jeweiligen Vorstellungen der Zeit und des Landes gesagt worden. Zum Beispiel heißt es im Hinduismus, durch Shiva seien die verschiedenen Wesen entstanden. Dementsprechend steht im Abhidharmakhosa, dass durch verschiedenes Karma (Karma: Taten von Körper, Rede und Geist)

 

 

verschiedene Wesen entstehen. Das ist, wie verschiedene Redewendungen auch ähnlich lauten können.

 

Es ist jetzt über 30 Jahre her, seit ich mich mit den modernen Wissenschaftlern unterhalte. Ich sehe keinen Nachteil in bezug auf die buddhistische Lehre. Gut, die Vorstellung vom Berg Sumeru hat gelitten. Wie gesagt wurden manche Dinge entsprechend der jeweiligen Zeit und des Landesglaubens dargestellt. Viele Aussagen im Abhidharmakhosha lauten ziemlich ähnlich wie im damaligen Hinduismus.

 

Aber die eigentliche Lehre von Buddha sind die 16 Aspekte der vier Wahrheiten, wie die Vergänglichkeit und so weiter, die Lehre über die 37 Übungen eines Bodhisattvas und so weiter. Diese Lehren von Buddha sind Tatsachen, und niemand kann sie ohne Begründung ablehnen. Ich sehe keinen Fehler darin, mit den modernen Wissenschaftlern zu sprechen und die Ansichten auszutauschen. Heutzutage schenkt man der Quantenphysik große Aufmerksamkeit. Aber die Ansichten von Buddhisten, z. B. in den Schulen von Chittamantra und Madhyamaka, teilen dieses Wissen haargenau schon lange. Nach über 30 Jahren sehe ich überhaupt keine Gefahr für die buddhistischen Ansichten und Philosophien. Ich kenne einen indischen Wissenschaftler, der in einem Atomkraftwerk tätig war. Er hieß Raja Ramana. Er lebt jetzt nicht mehr. Ich traf ihn vor etwa 15 Jahren bei einer Seminar-Konferenz. Er sagte mir, dass die Quantenphysik ein sehr bekanntes modernes Wissen im Westen sei. Aber die Theorien der Quantenphysik seien in Indien schon vor über 2000 Jahren bekannt gewesen. Er sagte, dass er diese Theorie in den Werken von Nagarjuna (2. Jahrhundert n.Chr.) gesehen habe. Das ist wahr. Was das eigentliche Wissen des Buddhismus angeht, wird es jetzt von den modernen Wissenschaftlern respektiert. Sie zeigen großes Interesse. Was die Bewusstseinstheorie angeht, so ist zum Beispiel die moderne Psychologie ziemlich neu. Aber in Indien war dieses Wissen in fast allen indischen Religionen bekannt. Sie lehren Shamatha und Vipashyana (Konzentrations-Meditation und Meditation über die Weisheitslehre), in denen die verschiedenen geistigen Bewusstseinszustände besprochen werden. Die buddhistische Praxis bietet reichhaltige Methoden, um vollkommene Konzentration zu erreichen. Es gibt zahlreiche Stufen und Arten von Konzentration, die in den traditionellen Texten dargestellt sind. Wenn wir diese geistige Landkarte kennenlernen und verstehen, können wir eine deutliche geistige Entwicklung feststellen, die uns auf unserem spirituellen Weg weiter bringt. Die Weisheitslehre zeigt ganz genau die verschiedenen geistigen Wissenszustände u.s.w. Diese und viele Belehrungen im Buddhismus haben einen besonders guten Bezug zu geistigen Zuständen und Entwicklungen. Wenn wir über geistiges Bewusstsein sprechen, interessiert das die modernen Wissenschaftler besonders. Sie meinen, sie profitierten gut von den Erklärungen zu den geistigen Bewusstseinsarten, wie sie im Buddhismus beschrieben werden. Durch solches Wissen können wir anderen helfen. Es geht nicht um eine Glaubensreligion. Es ist etwas ganz anderes. Es gibt viele verschiedene Glaubensrichtungen. Es geht nicht um sie. Aber das Wissen über Pramana, Bewusstsein und Erkenntnis und andere (philosophische) Ansichten über die Phänomenologie zählen zu dem allgemeinen Feld des Wissens. Das sind die fünf Großen Wissen. Wir müssen sie bewahren. Um sie zu bewahren, müssen wir selber studieren. Früher in Tibet haben sich die Mönche in vielen Klöstern sehr viel mit Ritualen und Gebeten beschäftigt. Es gab auch Studien-Klöster, wo sie die Geshe-Prüfungen ablegen konnten. Aber sonst gab es in vielen Klöstern viele Rituale, deren Texte sie alle auswendig lernen mussten. Zum Beispiel hat das Namgyal-Kloster (das sogenannte Dalai Lama Kloster) drei große Ritual-Bände, die die Mönche alle auswendig lernen müssen. Ansonsten aber kümmerten sie sich nicht so sehr um das buddhistische (akademische) Studium. Nachdem wir nach Indien gekommen sind, habe ich ihnen und nach und nach auch den oberen und unteren Tantraschulen - wo außer den Geshes früher die anderen Mönche nicht studierten - empfohlen, richtig zu studieren. Sie haben meinen Rat befolgt, und jetzt sind sie gut geworden. Genauso habe ich die Nonnen ermutigt, richtig zu studieren. Dadurch konnten wir letztes Jahr Geshema-Diplome aushändigen. Jetzt sind die Mönche und die Nonnen gut in ihren Studien. Auch die Laien (Nicht-Mönche und -Nonnen) haben wir ermutigt zu studieren, und es gibt eine Menge, die diesem Rat gefolgt sind. In Tibet selbst gibt es inzwischen auch einige Laien, die Interesse zeigen. In anderen buddhistischen Schulen - z. B. Nyingma (Alte-Schule), Sakya und Kagyu - studieren sie ebenfalls das buddhistische Wissen über Debatten, Primäre Erkenntnis, Bewusstseinsarten und ihre Entwicklung etc. Es zeigen sich Fortschritte auf diesem Feld.

 

Wenn wir wünschen, dass der Buddhismus länger bestehen bleibt, müssen wir alle ihn studieren und praktizieren. Wunschgebete und Bauen von Klöstern und Statuen helfen uns nicht, dass der Buddhismus länger existiert. Das ist nur durch Studium und Praxis möglich. So steht es in den Texten. Das Wort nur schließt andere Möglichkeiten aus. So ist Buddhismus nicht nur Tempel, Statuen und Texte, die auf einen Altar gestellt werden. Buddhismus ist etwas, um durch Studium Wissen anzueignen und dann durch Praxis zur inneren Erkenntnis zu gelangen. Die sogenannten Drei Trainings (Ethische Disziplin, Meditative Konzentration und Weisheit) sind nur durch Studium möglich. Zum Beispiel kenne ich einen japanischen Lama (Geistlichen). Ich kenne ihn sehr gut. Er erzählte mir, dass sie alle Sherab Nyingpo (Prajnaparamitahridayasutra = Herzsutra) rezitieren, aber sie kennen nicht genau die inhaltlichen Bedeutungen. Deshalb fand er die Erklärungen, die ich ihnen gab, sehr hilfreich. Es ist wirklich so. Heutzutage sagen auch einige chinesische Buddhisten, dass die tibetischen Lehrer ihre Fragen klären können, wohingegen die chinesischen Geistlichen das nicht immer können. Ich finde es deshalb sehr wichtig, das Wissen unserer Vorväter zu bewahren. In Tibet ist das sehr schwierig geworden, aber trotzdem bemühen sie sich nach ihren Möglichkeiten. So müssen auch wir, die im Ausland als Flüchtlinge sind, uns bemühen, dieses Wissen uns anzueignen und zu bewahren. Zum Beispiel wenn Ihr Zeit habt, und wenn jemand Älteres unter euch in der Lage ist, dieses Wissen zu erklären oder beizubringen, dann solltet ihr ohne Formalitäten zusammenkommen und versuchen, von ihm zu lernen. Z. B. wer ist Buddha, was ist Dharma, wer ist der Sangha (Bodhisattvagemeinschaft), was sind die Vier (edlen) Wahrheiten und dessen sechzehn Attribute - wie Vergänglichkeit u.s.w., und die vier Kontemplationen (bei der geistigen Konzentrationsmeditation), dann die 37 Übungen der Bodhisattvas, die sechs Paramitas (die 6 Perfektionen/Vollkommenheiten), und wie man die Perfektion der Weisheit praktiziert. Alle Buddhisten sprechen von der Leerheit. Aber es gibt verschiedene Herangehensweisen mit verschiedenen theoretischen Erklärungen (- SH Dalai Lama benennt die vier verschiedenen philosophischen Schulrichtungen und erklärt, wie ihre theoretischen Ansichten sind).

 

Es ist sehr wertvoll, Interesse an diesem Wissen zu haben und zu versuchen, dieses zu lernen. Ein altes tibetisches Sprichwort lautet: das Gebet von Samantabhadra geht nicht in den Kopf einer Nonne. Wahrscheinlich hatten die Nonnen etwas Schwierigkeiten, dieses Gebet auswendig zu lernen. Das zeigt, wie man die Nonnen verkannt hat. Vor mehreren Jahren habe ich gesagt, wir müssen Geshemas haben. Damals waren einige Äbte nicht meiner Meinung. Da kam mir eine gute Idee. Ich sagte, Buddha hat Bhikschunis (voll ordinierte Nonnen) erlaubt. So, warum können wir jetzt nicht Geshemas haben? Jetzt haben wir wirklich Geshemas, und wir können stolz auf sie sein. Es ist wichtig, sich weiter zu entwickeln - etwas neu zu entwickeln, das es vorher nicht gab. Früher in Tibet war ich zum Beispiel sehr isoliert von der Bevölkerung, und der Umgang mit mir war mit sehr vielen Formalitäten verbunden. Es gab für mich nicht die Möglichkeit wie jetzt, mich mit Leuten zu treffen und zu sprechen. Zum Beispiel hatten die hohen Kabinett-Minister in ihren Häusern Fenster zur Strasse, zum Barkor (der Rundgangweg um den Jokhang in Lhasa), aber sie trauten sich nicht, aus den Fenstern die Menschen anzuschauen. Wenn das einer von ihnen jedoch tat, wurde das als unpassend angesehen.

 

Wir müssen uns weiter entwickeln und nicht immer auf den alten Traditionen verharren. Durch Verharren nur auf unserem alten Weg und ohne Öffnung haben wir unser Land verloren. Es ist sehr wichtig, Wissen über die Zeit und die aktuelle Situation zu haben und entsprechend zu handeln. Der Wissensstand im allgemeinen und besonders das Wissen der modernen Wissenschaften ist heutzutage sehr hoch. Darüber hinaus müssen wir die buddhistischen Ansichten usw. studieren und darüber Bescheid wissen. Wenn wir Pramana und andere philosophische Ansichten studieren, müssen wir nicht unbedingt Buddhisten sein. Wenn wir anderen Menschen dieses Wissen mitteilen, ist es nicht, weil wir Buddhismus verbreiten wollen. Es gibt Christen, Muslime, Juden u.s.w. entsprechend ihrem Glauben. Sie sollten nach ihrem Glauben leben. Aber das Wissen über die Arten und die Entwicklung des Bewusstseins und das Wissen über Pramana kann ihnen helfen. Dieses Wissen zählt zu dem, was wir heutzutage akademische Fachgebiete nennen. So, ob ihr an den Buddhismus glaubt oder nicht, das Wissen über Pramana und über die verschiedenen philosophischen buddhistischen Ansichten und das Wissen über die Bewusstseinsarten u.s.w. finde ich wichtig. Das wollte ich euch sagen.

 

Darüber hinaus sind tibetischer Tanz, tibetische Lieder und tibetische Kleidung ein Teil der Traditionen, die unser Land und Volk repräsentieren. Aber das innere Wissen - über die Existenz und darüber hinaus, die Seinsweise der äußeren Objekte und das innere Bewusstsein - ist hilfreich für uns selbst und auch für andere. Die modernen Wissenschaftler schenken uns großen Respekt auf diesem Wissensfeld. Solches Wissen bringt geistige Fortschritte und Gewissheiten, die die Persönlichkeit fördern.

 

Zum Beispiel sind vor einiger Zeit einige Tibeter nach Chicago geholt und dort angesiedelt worden. Damals sagte mir die Dame, die diese Umsiedlungen in die Wege geleitet hat: "Es ist nicht so, dass wir sie nur wegen unseres Mitgefühls für die Tibeter nach Chicago holen, sondern ich hoffe, dass unsere Menschen durch ihren Umgang mit den Tibetern an ihnen ein Beispiel nehmen und sich entsprechende Verhaltensmuster aneignen". Das hat sie mir gesagt. So haben sie ein bestimmtes Vertrauen zu uns. Das stimmt allgemein in gewissem Sinne. Wir haben die Gewohnheit, anderen zu helfen, auf andere Rücksicht zu nehmen und guten Willen zu zeigen u.s.w., die Eigenschaften, die uns normalerweise gewohnt sind. Aber es gibt auch die Gefahr, dass diese guten Gewohnheiten verloren gehen. Wenn in der Umgebung, in der wir leben, solche Gewohnheiten nicht üblich sind, besteht die Gefahr, auch unser Benehmen entsprechend anzupassen. Darauf müssen wir achten. Wenn es eine infektiöse Krankheit gibt, müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht anstecken. Genauso ist es auch mit dem Verhalten. Neulich habe ich in New York bei einer Versammlung erzählt, dass die tibetische Gesellschaft im Allgemeinen sehr ehrlich, rücksichtsvoll, freundlich und friedlich ist. Aber an dem Abend sind einige Tibeter zum Trinken gegangen und waren betrunken, und dann gab es Streitigkeiten, wobei es zu einer Messerstecherei gekommen ist und es Tote gab. Sie haben das Gegenteil davon gezeigt, was ich gesagt hatte. Es ist wirklich so schade, wenn unsere guten Gewohnheiten verloren gehen. So gibt es z.B. Gerüchte, dass heutzutage in der Schweiz einige Tibeter verhaftet wurden. Solche Vorkommnisse dürfen nicht üblich werden. Das wollte ich euch sagen.

 

Die Kinder sollen Tibetisch lernen. Ich finde, Tibetisch ist sehr wichtig. Tibetisch ist nicht nur unser Volkseigentum, sondern wenn man die fünf Wissensgebiete studieren will, ohne Tibetisch zu können, kann man sie nicht vollständig studieren. Die Übersetzungen auf Englisch u.s.w. sind nicht präzise genug. Terminologien sind nicht standardisiert genug. Andererseits können wir auf Tibetisch noch nicht die modernen wissenschaftlichen und modernen medizinischen Terminologien eindeutig übersetzen. Buddhistische Epistemologien, Psychologie (Bewusstsein und Erkenntnis) u.s.w. sind nur auf Tibetisch eindeutig zu verstehen. Wenn ihr älter werdet, müsst ihr euch etwas mehr mit diesem Feld beschäftigen und versuchen, bestimmte Gewissheit in dem Feld der Geistesschulung zu erlangen und ein entsprechendes Leben zu führen. Das gibt uns eine gewisse Beruhigung und Gelassenheit. Aber wenn ihr euch schon in jungen Jahren damit beschäftigt, hilft das bestimmt, wenn man alt wird. Z.B. sind Shantidevas (8. JH) Eintritt in den Weg zur Erleuchtung (Cö-jug - Bodhicaryavatara), besonders die Abschnitte 6 und 8, sehr gut für die Geistesschulung.

 

Was unsere allgemeine politische Situation betrifft, so habe ich seit 2001 die politische Verantwortung dem gewählten Vorsitzenden des Kabinetts übergeben und war damit halb pensioniert. Dann habe ich 2011 die ganze politische Arbeit an den gewählten Präsidenten (Präsident der Exil-Administration) übergeben. Er ist gut gebildet, sehr verantwortungsvoll, sehr entschlossen, der tibetischen Gesellschaft zu dienen und auch eine sehr nette Person. Während der letzten Wahl gab es einige unschöne Dinge, die ich auch kritisiert habe. Aber nach der Wahl läuft alles bestens. Wie gesagt, das bedeutet nicht, dass ich die tibetischen Angelegenheiten alle aufgegeben habe. Das ist nicht der Fall. Ich bin ein Tibeter. Es ist meine Pflicht, der tibetischen Sache beizustehen. Z.B. bin ich neulich in eine indische Schule eingeladen worden. An dem Tag war das Wetter sehr schlecht. Es war sehr windig. Ein stürmischer Regen tobte an dem Tag. Deshalb gab es viele Turbulenzen während des Flugs. Es war sehr beängstigend. Ich dachte sogar, jetzt ist es das Ende. Dann kamen mir die Gedanken, wenn ich heute sterbe, ist es, was mich angeht, nicht so schlimm. Ich bin nur eine Person. Aber was wird mit Tibet und den Tibetern passieren? Die haben große Erwartungen an mich. So, was die allgemeine Angelegenheit von Tibet angeht, werde ich sie nie vergessen. (Applaus). Der Präsident nimmt Rücksprache mit mir. So diskutieren wir über die Dinge, und zum Schluss muss er selber die Entscheidung treffen. So übernimmt der Präsident die volle Verantwortung. Aber das bedeutet nicht, dass ich nichts tue.

 

Nun was unsere Gesprächsbemühungen mit China betrifft: 1950 sind die Chinesen in Ost-Tibet eingefallen. Sie haben Chamdo überrannt und den zuständigen Gouverneur gefangen genommen. Damals war ich in Domo. Damals haben wir gesagt, dass wir mit den Chinesen reden müssten. Eine andere Möglichkeit haben wir nicht gesehen. Deshalb haben wir einige damalige Beamte nach China geschickt. Daraufhin kam das 17-Punkte-Abkommen zustande. Dadurch haben wir die Möglichkeit bekommen, etwas Luft zu holen. Laut diesem Abkommen sollten die chinesischen Soldaten nicht weiter von Chamdo nach Westen marschieren. Dann war ich 1954 in China. Mao Zedong und ich haben uns gut verstanden. Damals habe ich auch etwas über den Kommunismus gelernt. Der eigentliche Kommunismus nach Marx ist wirklich gut. Aber es war Lenin, der den Kommunismus verdorben hat. Lenin hat Gewalt, Diktatur und Expansion und Nachrichtensperre u.s.w. benutzt. Wenn man über die gesellschaftliche Wirtschaft spricht, sage ich, dass ich ein Marxist bin. Damals hatte ich gute Hoffnung. Ich traf zu dieser Zeit Baba Phuntsok Wangyal. Wir hatten eines Tages eine Unterhaltung. Damals sagte er, dass Tibet unter der Führung des kommunistischen China modernisiert werden müsse. Er hat geweint, während er das sagte. Er ist später (in den 60er Jahren) ins Gefängnis (in China) gekommen. So war ich als Repräsentant von Tibet mit einigen Beamten nach dem Treffen mit Mao beruhigt. Als ich 1955 nach Tibet zurück unterwegs war, traf ich General Tan Guansän (Tan Zheng ?). Ich sagte ihm, dass ich sehr besorgt war, als ich letztes Jahr nach China ging, aber heute kehre ich voller Zuversicht zurück nach Tibet, nachdem ich mit Mao und vielen anderen Chinesen gesprochen habe. So das war eine Episode.

 

1956 gab es dann die Revolte in Lithang, weil die Chinesen in diesen Gebieten Reformen eingeleitet haben. Die Reformen waren genauso wie in China selber. Das war nicht so passend in Tibet oder für die Tibeter. Dann verbreitete sich die Revolte über ganz Tibet. Die Situation wurde zusehends überall in Tibet schlimmer, was zu meiner Flucht 1959 führte. Seither ist sehr viel Zeit vergangen. Aber mit Gewalt sind wir nicht in der Lage, unser Recht gegenüber China durchzusetzen.

 

Die chinesische Regierung und die chinesische Bevölkerung sind im Allgemeinen nicht dasselbe. Mit der Bevölkerung Chinas müssen wir Freundschaft schließen und gut zueinander kommen. Ich treffe mich mit vielen Chinesen, Studenten, Gelehrten und auch anderen Chinesen. Wenn wir in dieser Weise Freundschaft mit den Chinesen schließen, wird sich mit der Zeit die Regierung irgendwann automatisch verändern. Die Verfassung von China ist schon lange dieselbe. Aber viele Veränderungen sind eingetreten. Genauso wird es, was Tibet angeht, bestimmt zu Veränderungen kommen. Aber die Veränderung muss in Freundschaft geschehen. Durch Feindschaft und Gewalt würde sie sehr schwer und verlustreich sein. Nachdem wir 1959 nach Indien geflüchtet waren, haben wir (erneut) bei der UNO Petitionen eingereicht. Schon damals hat Pandit Jawaharlal Nehru (der allererste indischen Premier Minister) gesagt, dass es nichts bringen würde, sich an die UNO zu wenden. Das Beste wäre, direkt mit den Chinesen zu sprechen. Es gab auch UN-Resolutionen, in denen den Tibetern das Selbstbestimmungsrecht zugesprochen wurde. Aber es hat fast nichts genutzt. Später gab es bei anderen Gelegenheiten Resolutionen zu anderen Nationen, ebenfalls mit fast keiner Wirkung. Zur Zeit gibt es Probleme mit Nord Korea, und der amerikanische Präsident macht irgendwelche Drohungen. Das ist nicht so leicht in der Praxis. Wenn einer irgendwas unternimmt, wird der andere nicht ruhig bleiben. Das macht die Situation sehr problematisch.

 

Nehru hat damals zu mir gesagt, dass die Amerikaner für Tibets Unabhängigkeit die Chinesen nicht angreifen würden. Das Beste wäre, mit den Chinesen direkt zu reden. Das wurde langsam die Wahrheit. So haben wir 1974, die damaligen Kabinetts-Minister und ich, beschlossen, anstatt die volle Unabhängigkeit Tibets zu fordern, den Mittleren Weg zu gehen. Das wurde den Tibetern langsam beigebracht und hat allmählich in der Bevölkerung Akzeptanz gefunden. Dieser Mittlere Weg bedeutet zwar, dass wir nicht die volle Unabhängigkeit Tibets von China fordern, aber auch gleichzeitig, dass wir mit der jetzigen Situation unter dem kommunistischen China nicht einverstanden sind. Wir verlangen das volle Autonomierecht laut der chinesischen Verfassung für alle tibetischen Gebiete. In der Verfassung Chinas ist in aller Deutlichkeit die Rede von dem sogenannten Tibetischen-Nationalitäten-Gebiet. So verlangen wir Selbstbestimmung oder gleiche Rechte in Bezug auf Religion, Kultur und Umwelt für die ganze tibetische Nation. Diese Rechte sind für die Chinesen nicht unmöglich, und wir von unserer Seite wollen mit den Chinesen zusammen leben. Das sind unsere Überlegungen, und das ist auch meine Pflicht. Das ist der Weg, den der jetzige Präsident weiter verfolgt. So, das ist etwa wie ein Arbeitsbericht. Das wollte ich euch sagen.

 

Ich treffe mich auch mit vielen Chinesen. Unter ihnen sind Studenten, Gelehrte und auch Geschäftsleute. Und auch pensionierte frühere Beamte kommen zu mir. Auf diesen Wegen habe ich Kontakt mit den Chinesen. Unser Vorhaben ist ehrlich. Wir haben nichts zu verheimlichen. So langsam sieht man, dass eine Veränderung zustande kommt. Das wollte ich euch als Lage- oder Arbeitsbericht erzählen. Das müsst ihr wissen. Bleibt fröhlich! Haltet eure Köpfe hoch!

 

Ich erzähle euch eine Anekdote oder ein Vorkommnis: In den 80er Jahren haben die Tibeter Besuchsmöglichkeiten nach und aus Tibet bekommen. 1979 bekam Gyalo Thondup (ältester Bruder des DL) eine Einladung nach China. Er kam mit dieser Nachricht zu mir. Ich ermutigte ihn zu gehen. Ich sagte ihm, dass wir nichts zu verbergen hätten. Unser Vorhaben ist glasklar. Das ist der Mittlere Weg. Sonst nichts. Deshalb sollte er unbedingt gehen. Er traf damals Teng Shaopeng (Deng Xiaoping). Sie haben etwa 2 Stunden miteinander gesprochen. Teng Shaopeng hat ihm gesagt, dass man außer über Unabhängigkeit über alles reden könne. Danach konnten einige Tibeter aus Tibet nach Indien zu Besuch kommen. 1981 oder 1982 kam ein Mönch aus Lhasa nach Dharamsala. Ich kannte ihn früher von Lhasa. Er erzählte, wie klug, brutal und mächtig und zahlreich die Chinesen sind. Er sagte, dass wir keine Möglichkeit hätten, uns mit den Chinesen zu messen. Er war völlig eingeschüchtert und deprimiert. Dann traf ich einen Tibeter aus Amdo. Er war ein alter Mönch. Er berichtete auch von allen Machenschaften der Chinesen, wie viele Tibeter zu Tode getrieben wurden, wie die Tibeter unter den Chinesen leiden, alle die Zerstörungen von Kultgegenständen und der Umwelt u.s.w. Ich sagte ihm, das alles stimme. Ich fragte ihn, was können wir machen? Die Chinesen sind so viele und wir so wenige. Was würde er denken, wenn die Tibeter und Chinesen einzeln miteinander kämpfen würden. Er sagte mit einem Lächeln im Gesicht, in dem Fall könnte der Tibeter den Chinesen mit Händen zermalmen.

 

So haben diese zwei Menschen unterschiedliche Auffassungen. Einer ist völlig deprimiert und voller Angst, der andere ist stolz und voller Zuversicht. Das sind verschiedene Geisteshaltungen von verschiedenen Menschen. So mancher von euch mag denken, dass wir unser Land jetzt schon über 57 Jahre verloren haben, und trotzdem gibt es keine Veränderungen. Und der Dalai Lama spricht vom Mittleren Weg, aber bis jetzt haben wir nichts Positives gesehen. Dadurch fühlt ihr euch deprimiert und enttäuscht. Das ist aber kein Grund, den Mut zu verlieren. Es ist eine Angelegenheit von der Bevölkerung einer ganzen Nation. Es ist keine Sache von einer einzelnen Familie. Das tibetische Volk wird überhaupt nicht zugrunde oder verloren gehen. Es wird weiterhin bestehen. Wir werden durch unsere Sprache, unsere Schrift, unsere Religion und unsere Kultur weiter leben.

 

Ich habe gehört, dass neulich in Lhasa bei einer politischen Versammlung gesagt wurde, die Tibeter im Ausland würden stärker, und die internationale Unterstützung für sie werde auch größer. Darüber hinaus werden die Chinesen, die an den Buddhismus glauben, auch immer mehr. Das sei eine Gefahr.

 

Wie ich schon gesagt habe, war die Unterdrückung 1959 sehr schlimm, wie auch später 2008. Aber trotz ihrer Einschätzung, dass die Tibetfrage in kürzester Zeit zum Stillschweigen zu bringen sei, hat die chinesische Regierung dies bis jetzt nicht geschafft. Wir Tibeter sind sozusagen hingefallen, aber nicht tot. Wir werden bestimmt aufstehen werden von der Stelle, wo wir hingefallen sind. So bleibt fröhlich und voller Mut, Zuversicht und Vertrauen. Das ist alles, was ich sagen wollte.

 

Ich bin jetzt ein alter Mann von 83 Jahren. Aber außer ein paar Knieproblemen ist alles o.k. Vor 2 Jahren war ich bei einem deutschen Arzt. Er sagte mir, "Ihr körperlicher Zustand ist sehr gut. Aber Ihre Knie - ja Sie sind nicht mehr ein 18-jähriger. Sie sind 80 Jahre alt. Deswegen sind Ihre Knieprobleme eine Alterserscheinung bzw. Abnutzungserscheinung. Das ist normal". Er hat recht. Mein Gesundheitszustand ist sehr gut. Ich lasse mich auch von Zeit zu Zeit untersuchen. Mein Gedächtnis (Kopf) ist noch ziemlich munter. Neulich war ich in Ost-Indien zu Besuch. Damals hat mich ein BJP Funktionär (Bharatiya Janata Party: eine politische Partei in Indien) begleitet. Wir waren einige Tagen zusammen und uns näher gekommen. Eines Morgens begrüßte er mich und fragte, wie ich geschlafen hätte. Ich sagte, ich schlafe etwa neun Stunden, dann stehe ich um etwa 03:00 oder 03:30 Uhr auf und meditiere dann für circa 4 bis 5 Stunden. Dadurch schärfe ich mein Gehirn und, damit kann ich leicht den Leute den Kopf verdrehen. Der Inder sagte, er könne nur 6 Stunden schlafen und könne wahrscheinlich deshalb die Menschen nicht reinlegen. Was für eine smarte Antwort. Nicht wahr?

 

Nun mit den Jahren werde ich alt, aber körperlich geht es mir bestens. Mein Gehirn (Gedächtnis) ist klar. Ich werde noch 10 bis 20 - 15 bis 20 Jahre bleiben. Es gibt Hoffnungen, dass sich in dieser Zeit die Tibetfrage zum Guten wenden wird und wir mit unseren Tibetern in Tibet vereinigt sein können. Bis dahin müsst ihr euch alle Mühe geben. Und wo immer auch ihr seid, müsst ihr denken, dass ihr Tibeter seid und keine Schande bringen. Es muss so sein, dass die Menschen zu uns Vertrauen haben können und keinen Tibeter verdächtigen müssen. Sonst habe ich nichts zu sagen. Tashi Delek und Danke.

China inhaftiert tibetischen Nomaden wegen Social-Media-Posts über Seine Heiligkeit den Dalai Lama und die CTA

tibet.net, 30. Dezember 2020

siehe: https://tibet.net/china-jails-tibetan-nomad-for-social-media-posts-on-his-holiness-the-dalai-lama-and-cta/

Dharamshala: Ein chinesisches Gericht hat Anfang dieses Monats einen tibetischen Nomaden aus Machin, Präfektur Golog in Tibet, verurteilt. Rights Defenders, eine chinesische Blogseite, berichtete am 14. Dezember, dass Lhundup Dorje vom Zwischengericht der Präfektur Golog wegen "Anstiftung zum Separatismus" zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, weil er seit 2019 auf seinen Weibo- und WeChat-Accounts Inhalte weitergeleitet und gepostet hat, die China als illegal ansieht, darunter Bilder und Lehren Seiner Heiligkeit des Dalai Lama.

Am 5. Februar 2019 postete Lhundhup Dorje Berichten zufolge auf seinem Weibo-Account ein Neujahrsgruß-Video, in dem er Mitarbeitern der tibetischen Exilregierung wünschte, was 2.383 Mal angeklickt wurde. Er teilte auch ein 10-sekündiges Video von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama in seinem Freundeskreis auf WeChat.

Am 11. März dieses Jahres retweetete Lhundup Dorje eine Grafik auf Weibo, die "tibetische Unabhängigkeit" zum Inhalt hatte. Laut Radio Free Asia handelte es sich um "Slogans, die zur tibetischen Unabhängigkeit aufrufen".

Ein paar Monate später, am 3. Mai, postete er eine Nachricht zum Lob Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, zusammen mit einem Foto Seiner Heiligkeit als Kind auf Weibo.

Lhundup Dorje wurde am 23. Juli verhaftet und wurde bis zu seiner Verurteilung fünf Monate lang in Haft gehalten, berichtete RFA. Berichten zufolge hat er die Anklagen gegen ihn akzeptiert und versucht nicht, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Seine Haftzeit soll im Juli 2021 enden, obwohl ihm nach der Freilassung noch ein Jahr Entzug der politischen Rechte droht.

Lhundup Dorje, geboren am 7. August 1990, stammt aus dem Dorf Gangri im Kreis Machen (Ch: Machin) in Golog (Ch: Guolou) in der traditionellen Provinz Amdo, die nach der Annexion Tibets in die chinesische Provinz Qinghai eingegliedert wurde.

- Eingereicht von UN, EU & Human Rights Desk/DIIR

US-Präsident Trump unterzeichnet Gesetzentwurf zur Politik und Unterstützung Tibets; CTA wird anerkannt und Finanzierung für Tibet bereitgestellt

tibet.net, 28. Dezember 2020

siehe: https://tibet.net/us-president-trump-signs-tibetan-policy-and-support-bill-cta-recognized-and-funding-for-tibet-provided/

Dharamshala: US-Präsident Donald Trump hat das Tibetan Policy and Support Act of 2020 unterzeichnet, ein Schritt, der die US-Politik gegenüber Tibet dramatisch stärkt und die konsequente Unterstützung der US-Regierung für Seine Heiligkeit den Dalai Lama und die CTA bekräftigt.

Die Unterzeichnung erfolgte mit tagelanger Verspätung - der US-Kongress hatte in der vergangenen Woche das "Omnibus Spending Bill" verabschiedet, an das das TPSA angehängt war. Durch die Forderung nach größeren Konjunkturschecks in der COVID-Hilfsvorlage hatte Trump zunächst verkündet, dass er das Omnibus-Ausgabengesetz nicht unterzeichnen würde, bevor nicht größere Schecks für die Amerikaner zur Verfügung gestellt würden. Um einen Regierungsstillstand zu vermeiden, unterzeichnete Trump jedoch das Haushaltsgesetz.

 Der Präsident der CTA, Dr. Lobsang Sangay, begrüßte die historische Gesetzgebung am Sonntag und sagte: "Diese Gesetzgebung sendet eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung und Gerechtigkeit an die Tibeter innerhalb Tibets und stärkt die Unterstützung der USA für den Schutz der Religionsfreiheit des tibetischen Volkes, der Menschenrechte, der Umweltrechte und der exiltibetischen Demokratie wie nie zuvor."

 "Im Namen der CTA und der sechs Millionen Tibeter danke ich Präsident Trump zutiefst für die Unterzeichnung dieses zutiefst historischen Gesetzes. Ich möchte auch noch einmal dem US-Kongress für die Verabschiedung des Gesetzes danken, insbesondere der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, für ihre beharrliche Unterstützung bei der Verwirklichung dieses historischen Gesetzes. Ich danke auch den Sponsoren des Gesetzentwurfs, den Senatoren Marco Rubio und Ben Cardin, sowie den Kongressabgeordneten Jim McGovern und Chris Smith für ihre Einbringung im Haus und im Senat. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass dies Wirklichkeit geworden ist."

 In einer Videobotschaft (In a video message) an die Tibeter auf der ganzen Welt schrieb Sikyong heute Morgen die Bahnbrechende Gesetzgebung den unermüdlichen Bemühungen Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, dem Mut und der Widerstandsfähigkeit von sechs Millionen Tibetern innerhalb Tibets und den kollektiven Bemühungen von Tibetern und Freunden auf der ganzen Welt zu.

 "Während wir stolz diesen bedeutenden Meilenstein feiern, drücke ich meine tiefste Dankbarkeit gegenüber Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama für seinen Segen, den Älteren, die den Weg geebnet haben und den Tibetern innerhalb Tibets für ihre Aufopferung und Entschlossenheit aus", sagte Sikyong Dr. Lobsang Sangay.

 Aufbauend auf dem historischen Tibet Policy Act von 2002, macht das TPSA es zur offiziellen Politik der Vereinigten Staaten, dass Entscheidungen bezüglich der Reinkarnation des Dalai Lama ausschließlich in der Autorität des gegenwärtigen Dalai Lama, der tibetischen buddhistischen Führungskräfte und des tibetischen Volkes liegen. Jegliche Einmischung durch chinesische Regierungsbeamte wird mit ernsthaften Sanktionen geahndet und als unzulässig für die Vereinigten Staaten angesehen.

 In der Grundsatzerklärung bezüglich der Reinkarnation des Dalai Lama heißt es: "Es ist die Politik der Vereinigten Staaten, alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um hochrangige Beamte der Regierung der Volksrepublik China oder der Kommunistischen Partei Chinas zur Rechenschaft zu ziehen, die die Identifizierung und Einsetzung des zukünftigen 15. Dalai Lama des tibetischen Buddhismus, als Nachfolger des 14.

 Das neu erlassene Gesetz sendet eine klare Botschaft der Abschreckung an die chinesische Regierung, die sich in die spirituellen Traditionen und Praktiken des tibetischen Buddhismus eingemischt hat und weiterhin einmischt. Die Regierung der Volksrepublik China hat sich in den Prozess der Anerkennung eines Nachfolgers oder einer Reinkarnation tibetisch-buddhistischer Führungspersönlichkeiten eingemischt, unter anderem 1995 durch die willkürliche Inhaftierung von Gedhun Choekyi Nyima, einem sechsjährigen Jungen, der als 11. Panchen Lama identifiziert wurde, und durch die Einsetzung ihres eigenen Kandidaten als Panchen Lama.

 Der Gesetzentwurf stellt kategorisch fest, dass die Einmischung der Volksrepublik China in Entscheidungen bezüglich der Reinkarnation Seiner Heiligkeit des Dalai Lama eine Verletzung der grundlegenden religiösen Freiheiten der tibetischen Buddhisten und des tibetischen Volkes darstellen würde.

 Er erwähnt ausdrücklich die Verhängung von Sanktionen gemäß dem Global Magnitsky Human Rights Accountability Act und das Verbot der Einreise in die Vereinigten Staaten gemäß Abschnitt 212(a)(2)(G) des Immigration and 20 Nationality Act. Das Außenministerium wird auch auf internationaler Ebene arbeiten müssen, um Unterstützung für die Freiheit der tibetischen Buddhisten zu gewinnen, ihre eigenen Führungspersonen ohne Einmischung der Regierung zu wählen.

Der Beitrag Seiner Heiligkeit des Dalai Lama zur tibetischen Demokratie

In der Grundsatzerklärung zur Demokratie in der tibetischen Exilgemeinde heißt es: "Der 14. Dalai Lama befürwortet den Ansatz des Mittleren Weges, der eine echte Autonomie für die 6.000.000 Tibeter in Tibet anstrebt" und dass "der 14. Dalai Lama einen Prozess der Demokratisierung innerhalb des tibetischen Gemeinwesens beaufsichtigt hat und seine politischen Verantwortlichkeiten 2011 an die gewählten Vertreter des tibetischen Volkes im Exil übertragen hat".

Der Entwurf listet die Chronologie der schrittweisen Übertragung der politischen Autorität Seiner Heiligkeit an das demokratisch gewählte Oberhaupt, oder Sikyong, auf und lobt die Bemühungen Seiner Heiligkeit des Dalai Lama für seine Entscheidung, die politische Autorität in Übereinstimmung mit demokratischen Prinzipien an gewählte Führung zu übertragen.

"Der Dalai Lama sollte für seine Entscheidung gelobt werden, die politische Autorität in Übereinstimmung mit demokratischen Prinzipien an gewählte Führungen zu übertragen", heißt es in der Erklärung. Sie lobt außerdem die tibetischen Exilgemeinschaften auf der ganzen Welt für die Annahme eines Systems der Selbstverwaltung mit demokratischen Institutionen zur Wahl ihrer politischen Leiter".

Anerkennung der tibetischen Zentralverwaltung, des Sikyong und des Ansatzes des Mittleren Weges

Ein weiterer wichtiger Aspekt des TPSA ist die formale Anerkennung der tibetischen Zentralverwaltung als die legitime Institution, die die Bestrebungen der tibetischen Diaspora in der ganzen Welt widerspiegelt, und des Sikyong als Präsident der CTA.

In der Tat heißt es in der Grundsatzerklärung: "Ab dem Datum des Inkrafttretens dieses Gesetzes ist die Zentrale Tibetische Verwaltung die Institution, die die Bestrebungen der tibetischen Diaspora auf der ganzen Welt in höchstem Maße repräsentiert und widerspiegelt, und der Sikyong ist der Präsident der Zentralen Tibetischen Verwaltung".

Der Gesetzentwurf erkennt auch formell den Ansatz des Mittleren Weges an, der von Seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama vertreten wird und der eine echte Autonomie für die sechs Millionen Tibeter in Tibet anstrebt. Er bekräftigt die Aussage Seiner Heiligkeit, dass "die tibetische Zentralverwaltung aufhören wird zu existieren, sobald eine Verhandlungslösung erreicht wurde, die es den Tibetern erlaubt, ihre Kultur, Religion und Sprache in Tibet frei zu pflegen."

Schutz der Umwelt und der Wasserressourcen auf dem tibetischen Hochplateau

Der Gesetzentwurf enthält neue wichtige Bestimmungen zum Schutz der Umwelt und der Wasserressourcen auf dem tibetischen Hochplateau. Er erkennt die Schlüsselrolle der tibetischen Hochebene, die oft als dritter Pol bezeichnet wird, bei der Bestimmung des globalen Klimawandels an. Das tibetische Plateau enthält Gletscher, Flüsse, Grasland und andere geografische und ökologische Merkmale, die für die Unterstützung des Vegetationswachstums und der Artenvielfalt sowie für die Regulierung des Wasserflusses und die Versorgung von schätzungsweise 1,8 Milliarden Menschen entscheidend sind. Umweltveränderungen bedrohen die Gletscher in Tibet, die die großen Flüsse Süd- und Ostasiens speisen, welche schätzungsweise 1,8 Milliarden Menschen mit Süßwasser versorgen.

Aber die so genannten Entwicklungsaktivitäten der chinesischen Regierung, einschließlich des kontinuierlichen Aufstauens der tibetischen Flüsse für die chinesische Wasserkraft, der ständigen Umleitung von Flüssen und der Zwangsumsiedlung von tibetischen Nomaden, die oft die Rolle des Umweltverantwortlichen erfüllen, haben zur Umweltzerstörung des tibetischen Plateaus geführt.

Der Gesetzentwurf fordert daher größere internationale Anstrengungen zur Überwachung der Umwelt auf der tibetischen Hochebene und fordert auch die Beteiligung der tibetischen Nomaden und anderer tibetischer Interessengruppen an der Erhaltung der tibetischen Hochebene. Am wichtigsten ist, dass der Gesetzesentwurf kooperative Vereinbarungen zwischen allen Anrainerstaaten fordert, um Transparenz in Bezug auf jegliche Art von Aktivitäten an Flüssen, die vom tibetischen Hochplateau fließen, zu schaffen.

Diplomatische Kanäle

Der Gesetzentwurf stärkt die diplomatischen Bemühungen durch das Büro des Sonderkoordinators für Tibetfragen im Außenministerium, um "einen substantiellen Dialog ohne Vorbedingungen zwischen der Regierung der Volksrepublik China und dem Dalai Lama, seinen oder ihren Vertretern oder demokratisch gewählten Führungskräften der tibetischen Gemeinschaft zu fördern oder Aktivitäten zu erkunden, die die Aussichten für einen Dialog verbessern, der zu einer ausgehandelten Vereinbarung über Tibet führt".

Es beauftragt das Büro, sich mit anderen Regierungen bei multilateralen Bemühungen um das Ziel eines ausgehandelten Abkommens über Tibet zu koordinieren; die Regierung der VR China zu ermutigen, die Bestrebungen des tibetischen Volkes im Hinblick auf seine eigene historische, kulturelle, religiöse und sprachliche Identität zu berücksichtigen; die Menschenrechte des 14 ? tibetischen Volkes zu fördern; Aktivitäten zur Erhaltung der Umwelt und der Wasserressourcen der tibetischen Hochebene zu fördern; darauf hinzuwirken, dass alle Initiativen oder Aktivitäten für tibetische Gemeinschaften in der Autonomen Region Tibet in Übereinstimmung mit den in Abschnitt 616(d) genannten Prinzipien durchgeführt werden, und den Zugang zu Tibet in Übereinstimmung mit dem "Reciprocal Access to Tibet Act of 2018 zu fördern.

Zu diesem Zweck schreibt das TPSA die Einrichtung eines Konsulats der Vereinigten Staaten in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, vor. Bis zu einer solchen Einrichtung fordert der Gesetzentwurf den Außenminister auf, kein neues chinesisches Konsulat in den Vereinigten Staaten zu genehmigen.

Amerikanische Bürger und Unternehmen, die in Tibet geschäftlich tätig sind, werden ermutigt, soziale Unternehmensverantwortung zu praktizieren und sich an die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu halten.

Verstärkung der Finanzierung für Tibeter innerhalb und außerhalb Tibets

Das TPSA bewilligt eine Reihe von Mitteln für Tibet und tibetbezogene Themen, darunter (nicht weniger als) 8 Millionen Dollar für tibetische Gemeinden in der Autonomen Region Tibet und in anderen tibetischen Gemeinden in China; 6 Millionen Dollar für tibetische Gemeinden in Indien und Nepal; 3 Millionen Dollar zur Stärkung der Kapazitäten tibetischer Institutionen und der Regierungsführung im Exil; über 3,4 Millionen Dollar bzw. 4 Millionen Dollar für die Berichterstattung von Voice of America und Radio Free Asia über Tibet und Tibeter; 1 Million Dollar für das Büro des Sonderkoordinators der Vereinigten Staaten für tibetische Angelegenheiten, unter anderem.

Der Gesetzentwurf erkennt auch die Bemühungen der in Südasien angesiedelten tibetischen Exilgemeinschaften um die Erhaltung von Kultur, Religion und Sprache an und sieht Entwicklungshilfe für die Nachhaltigkeit dieser Siedlungen vor.

Chinas Grausamkeiten in Tibet werden zu groß, um sie zu ignorieren

tibet.net, 25. Dezember 2020

Siehe: https://tibet.net/chinas-atrocities-in-tibet-are-growing-too-big-to-ignore/

Meinung von Josh Rogin | Washington Post | 24. Dezember 2020 | Lesen Sie die Originalnachricht hier: https://www.washingtonpost.com/opinions/global-opinions/chinas-atrocities-in-tibet-are-growing-too-big-to-ignore/2020/12/24/ba9d5c4e-4624-11eb-b0e4-0f182923a025_story.html

Die Welt reagiert endlich auf die Massengräueltaten der chinesischen Regierung gegen Uiguren und andere ethnische Minderheiten in Chinas nordwestlicher Provinz Xinjiang. Aber jetzt wiederholt Peking einige seiner schlimmsten Praktiken - einschließlich der Einsperrung von Hunderttausenden von Unschuldigen in militärische Umerziehungslager - in anderen Teilen Chinas. In diesem Jahr hat Peking riesige Lager in Tibet gebaut und gefüllt, die das ursprüngliche Testgelände für kulturellen Völkermord, politische Indoktrination und Zwangsarbeit waren. Die tibetische Führung bittet die Welt um Aufmerksamkeit.

"Wenn es um Menschenrechtsverletzungen in China geht, war Tibet der Patient Null", sagte mir Lobsang Sangay, der Präsident der tibetischen Exilregierung, bekannt als die Zentrale Tibetische Verwaltung, bei einem Besuch in Washington letzte Woche. "Xi Jinping führt jetzt die Arbeitslager in Tibet wieder ein . . was neu ist, ist die Geschwindigkeit und das Ausmaß davon und der militärische Stil, den sie dabei anwenden."

Peking hat allein in den letzten sechs Monaten mehr als eine halbe Million ländliche Tibeter in diese militärisch anmutenden Ausbildungs- und Indoktrinationseinrichtungen gezwungen, sagte Sangay. Nach ihrer Entlassung werden Tausende von Landarbeitern zur Fabrikarbeit oder zu niederen Arbeiten in andere Teile Chinas geschickt, alles unter dem Deckmantel der "Armutsbekämpfung", so ein Bericht der Jamestown Foundation vom September. Bestätigende Dokumente, die von Reuters erhalten wurden, zeigten, dass Beamte der Kommunistischen Partei Chinas strenge Quoten für die Anzahl der zu verhaftenden Tibeter erhalten haben.

Während Peking seit langem Gulags für politische Gefangene und Dissidenten in Tibet betreibt, stellen diese neuen Einrichtungen eine enorme Ausweitung von Chinas jahrelangem Programm zur unfreiwilligen Massenumsiedlung ländlicher Tibeter dar, das Human Rights Watch im Jahr 2013 als "beispiellos in der Nach-Mao-Ära" bezeichnete. Das Ziel dieser Lager ist laut Sangay ein dreifaches: Peking will sich tibetisches Land aneignen, um seine natürlichen Ressourcen zu kommerzialisieren; die KPCh benutzt die Lager, um die Tibeter gewaltsam zu assimilieren, indem sie ihre Kultur, Sprache und Religion auslöscht; und das dritte Ziel, die Tibeter als billige Zwangsarbeiter zu benutzen, dient den ersten beiden.

"'Armutsbekämpfung' bedeutet für uns kulturelle Assimilation", sagte Sangay. "In diesem Sinne wollen sie uns unseren Glauben wegnehmen und die Geschichte Tibets auslöschen."

Sangay kam nach Washington, um den Tibetan Policy and Support Act zu unterstützen, den der Kongress als Teil des Omnibus-Ausgabengesetzes verabschiedet hat. Das Gesetz soll sicherstellen, dass die Biden-Administration sich nicht von einer weiteren Kampagne der chinesischen Regierung abwendet, die einen kulturellen Genozid durch Zwangsassimilation und politische Indoktrination betreibt.

Die Gesetzgebung drückt die Unterstützung für die Idee aus, dass tibetische Buddhisten, nicht die KPCh, die Identität der 15. Inkartionation des Dalai Lama nach dem jetzigen Dalai Lama bestimmen soll. Die Tatsache, dass Peking plant, den Tibetern einen falschen Dalai Lama unterzuschieben, sagt alles, was man darüber wissen muss, wie es ihr Recht auf Religionsausübung sieht.

Vielleicht noch wichtiger ist, dass das Gesetz den ursprünglichen Tibetan Policy Act von 2002 aktualisiert und Peking auffordert, direkt mit der tibetischen Exilregierung in Dharamsala, Indien, zu verhandeln, um das zu erreichen, was der Dalai Lama den " Mittleren-Weg-Ansatz" nennt - einen Kompromiss, der den Tibetern eine ihre Autonomie innerhalb des chinesischen Systems gibt. Außerdem wird die US-Regierung (bald die Biden-Administration) aufgefordert, KPCh-Funktionäre, die sich der Menschenrechtsverletzungen in Tibet schuldig gemacht haben, zu sanktionieren und ein US-Konsulat in Lhasa, der Verwaltungshauptstadt Tibets, einzurichten.

Wie vorauszusehen war, reagierte das chinesische Außenministerium auf die Gesetzgebung, indem es die Vereinigten Staaten aufforderte, in Bezug auf Tibet die Schnauze zu halten, "damit es unsere weitere Zusammenarbeit und die bilateralen Beziehungen nicht weiter schadet." Peking versucht zu sehen, ob das Biden-Team in die gleiche Falle tappen wird wie Präsident Barack Obama in seinem ersten Amtsjahr. Im Jahr 2009 reiste Obamas Chefberaterin Valerie Jarrett nach Dharamsala und teilte dem Dalai Lama mit, dass er in Obamas erstem Jahr nicht ins Weiße Haus eingeladen werden würde. Als er schließlich doch zu Besuch kam, versuchte Obama, Peking zu gefallen, indem er das Treffen vom Oval Office in den Map Room verlegte und Seine Heiligkeit durch die Hintertür hinausbegleitete, wo er fotografiert wurde, wie er an Müllhaufen vorbeiging.

Aber Peking belohnte Obamas Ehrerbietung nicht. Sobald die chinesische Führung erkannte, dass die USA bereit waren, die Tibet-Frage herunterzustufen, brachen sie die Gespräche mit der tibetischen Führung ab und verstärkten ihre Unterdrückungskampagne. Präsident Trump hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich mit dem Dalai Lama zu treffen. Biden muss frühzeitig klarstellen, dass er die Zukunft der Tibeter nicht für das falsche Versprechen reibungsloser Beziehungen eintauschen wird.

Einige von Bidens Beratern werden ihm sicherlich sagen, dass Tibet nur ein weiteres unangenehmes Thema ist, das er in seinem Bemühen, die komplexen und bereits steinigen Beziehungen zwischen den USA und China zu managen, vermeiden sollte. Aber Tibet zu ignorieren hat Peking erst ermutigt, sein Unterdrückungsprogramm auf Xinjiang auszuweiten. Diese Krankheit breitet sich immer noch aus. Biden darf nicht zulassen, dass sie weiter wachsen und sich ausbreiten kann.

CTA betreibt erfolgreich Lobbyarbeit im US-Senat für die Verabschiedung des bahnbrechenden Tibetan Policy and Support Act 2020

tibet.net, 22. Dezember 2020

Siehe: https://tibet.net/cta-successfully-lobbies-us-senate-for-the-passage-of-the-landmark-tibetan-policy-and-support-act-2020/

Washington, DC: Der Tibetan Policy and Support Act of 2020 (TPSA), der seit Mai 2020 im Ausschuss für auswärtige Beziehungen des US-Senats festsaß, wurde heute einstimmig verabschiedet.

Es ist ein historischer Erfolg für die tibetische Bewegung, da der TPSA es zur offiziellen Politik der Vereinigten Staaten macht, dass Entscheidungen bezüglich der Reinkarnation des Dalai Lama ausschließlich in der Autorität des derzeitigen Dalai Lama, der tibetischen buddhistischen Führer und des tibetischen Volkes liegen. Jegliche Einmischung durch chinesische Regierungsbeamte wird mit ernsthaften Sanktionen geahndet und als unzulässig für die Vereinigten Staaten betrachtet werden.

Sikyong Dr. Lobsang Sangay, der Präsident der tibetischen Zentralverwaltung (CTA), verließ Dharamsala und kam im November in die USA, mit dem einzigen Ziel, den Gesetzentwurf voranzutreiben. Präsident Sangay war in den vergangenen Tagen mit dem Tibet-Büro in der Hauptstadt Washington, D.C., um die endgültige Verabschiedung des TPSA zu erreichen.

"Mit der Verabschiedung des TPSA hat der Kongress laut und deutlich seine Botschaft gesendet, dass Tibet für die Vereinigten Staaten eine Priorität bleibt und dass er seine unerschütterliche Unterstützung für Seine Heiligkeit den Dalai Lama und die CTA fortsetzen wird", sagt Präsident Sangay. "Es ist ein bedeutender Meilenstein für das tibetische Volk."

Der überparteiliche Gesetzesentwurf lobt Seine Heiligkeit den Dalai Lama für seine Entscheidung, eine demokratische Regierungsform einzuführen und lobt auch die tibetische Exilgemeinschaft für die erfolgreiche Einführung eines Systems der Selbstverwaltung mit demokratischen Institutionen zur Wahl ihrer Führer.

Darüber hinaus wird die CTA formell als die legitime Institution anerkannt, die die Bestrebungen der tibetischen Diaspora auf der ganzen Welt widerspiegelt und der Sikyong als Präsident der CTA.

Das TPSA führt auch neue Schlüsselbestimmungen ein, die auf den Schutz der Umwelt und der Wasserressourcen auf dem tibetischen Plateau abzielen. Es erkennt die Bedeutung der traditionellen tibetischen Graslandbewirtschaftung bei der Abmilderung der negativen Auswirkungen des Klimawandels in der Region an, im Gegensatz zur Zwangsumsiedlung der tibetischen Nomaden durch die chinesische Regierung. Darüber hinaus wird eine stärkere internationale Zusammenarbeit zur Überwachung der Umwelt auf dem tibetischen Hochplateau gefordert.

Amerikanische Bürger und Unternehmen, die in Tibet geschäftlich tätig sind, werden ermutigt, soziale Unternehmensverantwortung zu praktizieren und sich an die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu halten.

Das TPSA bewilligt auch eine Reihe von Mitteln für Tibet und tibetbezogene Themen, darunter (nicht weniger als) 8 Millionen Dollar für tibetische Gemeinden in der Autonomen Region Tibet und in anderen tibetischen Gemeinden in China; 6 Millionen Dollar für tibetische Gemeinden in Indien und Nepal; 3 Millionen Dollar zur Stärkung der Kapazitäten tibetischer Institutionen und der Regierungsführung im Exil; über 3,4 Millionen Dollar bzw. 4 Millionen Dollar für die Berichterstattung von Voice of America und Radio Free Asia über Tibet und Tibeter; 1 Million Dollar für das Büro des Sonderkoordinators der Vereinigten Staaten für tibetische Angelegenheiten, unter anderem.

Um den Zugang zu Tibet zu fördern, wie im Reciprocal Access to Tibet Act of 2018 aufgeführt, fordert das TPSA schließlich die Einrichtung eines Konsulats der Vereinigten Staaten in Lhasa, der Hauptstadt Tibets. Bis zu einer solchen Einrichtung fordert der Gesetzentwurf den Außenminister auf, kein neues chinesisches Konsulat in den Vereinigten Staaten zu genehmigen.

Aufbauend auf dem bahnbrechenden Tibetan Policy Act von 2002 wurde das TPSA vom Vorsitzenden der Congressional China Commission und der Tom Lantos Human Rights Commission, Repräsentant Jim McGovern (D-Mass.), und Senator Marco Rubio (R-Fla.) in den Kongress eingebracht.

Der Präsident bedankte sich bei den Hauptsponsoren, Co-Sponsoren und allen, die den Gesetzentwurf unterstützt haben, insbesondere bei den Senatoren Marco Rubio und Ben Cardin sowie bei den Kongressabgeordneten Jim McGovern und Chris Smith für ihre "außergewöhnliche Führung" bei der Einführung des Gesetzentwurfs im Repräsentantenhaus und im Senat.

"Ich möchte besonders der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und dem Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, für ihre unerschütterliche Unterstützung bei der Verwirklichung dieses historischen Gesetzes danken. Ich danke auch den Senatoren James E. Risch und Robert Menendez, dem Vorsitzenden und dem ranghöchsten Mitglied des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats, sowie den Repräsentanten Eliot L. Engel und Michael McCaul, dem Vorsitzenden bzw. dem Ko-Vorsitzenden des Außenausschusses des Repräsentantenhauses."

Der Präsident möchte sich auch bei den vielen Mitarbeitern bedanken, die in diesem Prozess wichtige Hilfe und Unterstützung geleistet haben, darunter Bethany Poulos, Brian Burack, Charlotte Oldham-Moore, Jennifer Hendrixson-White, Jonathan Stivers, Lara Crouch, Chris Socha, Michael Schiffer, Reva Price und, Wendy.

Und nicht zuletzt dankt Präsident Sangay dem ICT, dem RTYC, der SFT, den tibetisch-amerikanischen Vereinigungen, insbesondere in New York und New Jersey, und allen Mitgliedern der Gemeinschaft, die über die Jahre hinweg auf dem Hill energisch Lobbyarbeit betrieben haben, um Unterstützung für den Gesetzentwurf zu gewinnen.

 Das TPSA wird nun Präsident Trump zur Unterzeichnung vorgelegt.

Mein Tibeter-Sein......(in Exil in Idien) von Tsenzin Tsundue

26.12.2007

 

Neununddreißig Jahre in Exil.

Trotzdem, keine Nation unterstützt uns

Nicht ein einzige verfluchte Nation!

Wir sind flüchtlinge hier (in Indien).

Das Volk von einem verloren Land.

Bürger keiner Nation.

Tibeter : Sympathie-Typen der Welt,

Gelassene Mönche und übersprudelnde Traditionen;

ein Lakh (hundertausen) und mehrere Tausend, shön gemischt und

versenkt in verschiedene assimilierende kulturell Hegemonien.

Bei jeder Kontrollstelle und jedem Verwaltungsbüro,

Bin ich ein "Indischer Tibeter".

Meine Registratiosbescheinigung erneure ich jedes

Jahr mit einem Salaam (Gruß-Geste wie ein Soldat)

Ein Ausländer, geboren in Indien.

Ich bin eher ein Inder;

Abgesehen von meinem schlitzäugigen tibetischen Gesicht.

Nepalese? Thailänder? Japaner? Naga? Manipuri?

Aber niemals die Frage-"Tibeter?" Ich bin Tibeter,

Aber ich bin nicht aus Tibet. Nie dort gewesen.

Doch ich träume dort zu sterben.

དབུ་མའི་ལམ་གྱི་ཟབ་སྦྱོང་ལེགས་གྲུབ་བྱུང་བ།

༢༠༡༨ ཟླ་ ༣ ཚེས་ ༡༩ རེས་གཟའ་ཟླ་བ།

༄༅། །ཕྱི་ལོ་ ༢༠༡༨ ཟླ་ ༣ ཚེས་ ༡༧ ནས་ ༡༨ བར་ཉིན་གྲངས་གཉིས་རིང་སུད་སི་སྐུ་ཚབ་དོན་ཁང་གི་གོ་སྒྲིག་འོག་འཇར་མན་བོད་རིགས་མཐུན་ཚོགས་དང་ཚོགས་མི་རྣམ་པ། སློབ་ཕྲུག་སོགས་ཁྱོན་མི་གྲངས་ ༣༠ ལྷག་ལ་དབུ་མའི་ལམ་གྱི་གོ་རྟོགས་སྤེལ་ཏེ་ཟབ་སྦྱོང་ལེགས་པར་མཇུག་སྒྲིལ་འདུག

དེ་ཡང་ཟབ་སྦྱོང་དབུ་འབྱེད་མཛད་སྒོའི་ཐོག་སྐུ་ཚབ་དོན་གཅོད་དངོས་གྲུབ་རྡོ་རྗེ་ལགས་ཀྱིས་རྒྱ་ནག་གཞུང་དང་གྲོས་མོལ་གྱི་ལམ་ནས་བོད་དོན་བདེན་མཐའ་གསལ་ཐབས་བྱེད་རྒྱུ་ནི་བོད་མིའི་སྒྲིག་འཛུགས་ཀྱི་ལངས་ཕྱོགས་ཡིན་པ་ནན་བརྗོད་གནང་བ་མ་ཟད། ཟབ་སྦྱོང་འདི་རིགས་ཡུ་རོབ་ནང་གོ་སྒྲིག་གནང་བ་ཐེངས་དང་པོ་ཡིན་པར་བརྟེན། ཚང་མས་དབུ་མའི་ལམ་གྱི་སྲིད་བྱུས་ཐོག་བགྲོ་གླེང་དང་གྲོས་བསྡུར་ལྷུག་པོ་གནང་སྟེ་ཟབ་སྦྱོང་དེ་དོན་དང་ལྡན་པ་ཞིག་ཡོང་བ་དང་། དབུ་མའི་ལམ་གྱི་སྐོར་སྔར་ལས་ལྷག་གོ་རྟོགས་རྒྱ་ཆེ་ཡོང་སླད་གོ་སྒྲིག་གནང་བ་ཞིག་ཡིན་སྐོར་སོགས་གསུངས་འདུག 

དེ་ཡང་ཟབ་སྦྱོང་དབུ་འབྱེད་མཛད་སྒོའི་ཐོག་སྐུ་ཚབ་དོན་གཅོད་དངོས་གྲུབ་རྡོ་རྗེ་ལགས་ཀྱིས་རྒྱ་ནག་གཞུང་དང་གྲོས་མོལ་གྱི་ལམ་ནས་བོད་དོན་བདེན་མཐའ་གསལ་ཐབས་བྱེད་རྒྱུ་ནི་བོད་མིའི་སྒྲིག་འཛུགས་ཀྱི་ལངས་ཕྱོགས་ཡིན་པ་ནན་བརྗོད་གནང་བ་མ་ཟད། ཟབ་སྦྱོང་འདི་རིགས་ཡུ་རོབ་ནང་གོ་སྒྲིག་གནང་བ་ཐེངས་དང་པོ་ཡིན་པར་བརྟེན། ཚང་མས་དབུ་མའི་ལམ་གྱི་སྲིད་བྱུས་ཐོག་བགྲོ་གླེང་དང་གྲོས་བསྡུར་ལྷུག་པོ་གནང་སྟེ་ཟབ་སྦྱོང་དེ་དོན་དང་ལྡན་པ་ཞིག་ཞིག་ཡོང་བ་དང་། དབུ་མའི་ལམ་གྱི་སྐོར་སྔར་ལས་ལྷག་གོ་རྟོགས་རྒྱ་ཆེ་བ་ཡོང་སླད་གོ་སྒྲིག་གནང་བ་ཞིག་ཡིན་སྐོར་སོགས་གསུང་གནང་འདུག

གཞན་ཡང་ཇར་མན་བོད་རིགས་མཐུན་ཚོགས་ཀྱི་ཚོགས་གཙོ་བློ་བཟང་ཕུན་ཚོགས་ལགས་ཀྱིས་ཟབ་སྦྱོང་གོ་སྒྲིག་དང་ཟབ་ཁྲིད་གནང་མཁན་ལ་ཐུགས་རྗེ་ཆེ་ཞུ་གནང་འདུག་པ་མ་ཟད།   ཇར་མན་བོད་རིགས་མཐུན་ཚོགས་ནས་མ་འོངས་པར་མུ་མཐུད་དབུ་མའི་ལམ་སྐོར་ཟབ་སྦྱོང་གོ་སྒྲིག་ཞུ་རྒྱུ་ཡིན་པའི་ཁས་ལེན་གནང་ཡོད། ཟབ་སྦྱོང་ཐོག་མཉམ་ཞུགས་གནང་མཁན་འཆི་མེད་ལགས་ཀྱིས་གསུང་དོན། ངས་ཐེངས་འདིའི་དབུ་མའི་ལམ་གྱི་ཟབ་སྦྱོང་འདི་འདྲའི་ཚགས་ཚུད་པོ་དང་བློ་སྐྱེད་ཆེན་པོ་ཞིག་བྱུང་གི་རེད་བསམ་མ་སོང་། ཅེས་བརྗོད་འདུག ཐེངས་འདིའི་ཟབ་སྦྱོང་གོ་སྒྲིག་ཞུ་མཁན་ཇི་ནི་ཝ་ནང་རྟེན་གཞི་བྱས་པའི་བོད་ཀྱི་སྐུ་ཚབ་དོན་གཅོད་ལས་ཁུངས་ཡིན་པ་དང་། ཕྱི་དྲིལ་ལས་ཁུངས་མཉམ་འབྲེལ་རྒྱལ་ཚོགས་དང་འགྲོ་བ་མིའི་ཐོབ་ཐང་ཚན་པའི་འགན་འཛིན་སྐལ་ལྡན་མཚོ་མོ་ལགས་ཀྱིས་ཟབ་ཁྲིད་གནང་ཡོད་པ་བཅས།།

སྤྱི་ ལོ་༢༠༡༦་ཟླ་༣ ཚེས་༡༠ཉིན་འཇར་མན་ནེ་ཡའི་ནང་གནས་སྡོད་བོད་མི་ཚོས་ཕྱི་ལོ་༡༩༥༩ ལོར་བོད་མིའི་རང་དབང་སྒེར་ལངས་ཆེན་མོ་གསུམ་བཅུའི་དུས་དྲན་ཐེངས་ ༥༧ པ་དེ་སྲུང་བརྩི་ཕྱི་དྲོ་ཆུ་ཚོད་༢པ་འཇར་མན་ནེ་རྒྱལ་ས་སྦིར་ལེན་(Berlin) གྲོང་ཁྱེར་ནས་རྒྱ་ནག་གཞུང་ཚབ་ཀྱི་མདུན་ནས་ཞི་བའི་གོམ་བགྲོད་དང་ཞི་བའི་སྐད་འབོད་རྒྱལ་གཅེས་དཔའ་བོ་དཔའ་མོ་རྣམས་ཀྱི་བློས་གཏོང་དང་ཆོད་སེམས་ལ་གདུང་སེམས་མཉམ་བསྐྱེད་ཀྱིས་ལས་འགུལ་དམིགས་བསལ་ཞིག་དུས་ཚོད་བཞི་ལྷག་དུས་དྲན་སྲུང་བརྩི་གནང་།

 

ཕྱི་ལོ་༢༠༡༦ཟླ་༣ཚེས་༡༠ཉིན་འཇར་མན་ནེ་ཡའི་ནང་གནས་སྡོད་བོད་མི་ཚོས་ཕྱི་ལོ་༡༩༥༩ལོར་བོད་མིའི་རང་དབང་སྒེར་ལངས་ཆེན་མོ་གསུམ་བཅུའི་དུས་དྲན་ཐེངས་༥༧པ་᫥་ᨵ᪄᫥་ᨮᨵ་᪄᫥་སྲུང་བརྩི་གནང་།


 

 

 

སྤྱི་ལོ་༢༠༡༦ ཟླ་༣ ཚེས་༡༠ ཉིན་འཇར་མན་ནེ་ཡའི་ནང་གནས་སྡོད་བོད་མི་ཚོས་ཕྱི་ལོ་༡༩༥༩ ལོར་བོད་མིའི་རང་དབང་སྒེར་ལངས་ཆེན་མོ་གསུམ་བཅུའི་དུས་དྲན་ཐེངས་ ༥༧ པ་དེ་སྲུང་བརྩི་སྔ་དྲོ་ཆུ་ཚོད་ ༡༡ ནས་པོ་ཙིས་སྒྲམ་(Potsdam) གྲོང་ཁྱེར་དཀྱིལ་ནས་དུས་དྲན་སྲུང་བརྩི་གནང་།

DANKESCHÖN!!! THANK YOU!!!
༄༅།།བཀའ་དྲིན་ཆེ།།

Das Fest für Seine Heiligkeit mit dem Titel „ THANK YOU YOUR HOLINESS“ ist nun vorbei. Seine Heiligkeit ist unterwegs nach Indien und eine gewisse Leere macht sich in unseren Herzen breit.

Wichtige Hinweisen (Deu und Eng) Neu!! New!!

 

Wenn Sie an unserem Fest teilnehmen, bitten wir folgende Punkte zu beachten:

 

Der Kuppersaal der Jahrhunderthalle (JHH) Frankfurt ist sehr geräumig und verfügt über 2000 Sitzplätze (siehe Saalplan als pdf):

 

  1. Parkett hat 318 Plätze in 8 Reihen (8 Reihen links und 8 Reihen rechts). Die erste Reihe auf dem Parkett wird abgebaut um mehr Platz zu verschaffen! Die Reihe 2 bis 8 sind für die VIPs und Ehrengäste reserviert.

 

  1. Hochparkett hat 814 Plätze in 13 Reihen (13 Reihen links und 13 Reihen rechts) beginnend von 1 bis 13

 

  1. Balkon hat 899 Plätze in 13 Reihen (13 Reihen links und 13 Reihen rechts) beginnend von 1 bis 13 (links und rechts) sowie Reihe 14 (mittig) am Ende.

 

Die Anmeldung ist schriftlich unter Angabe vom Namen (Vor- und Nachname) und Email erfolgt und alle Teilnehmer haben eine schriftliche Bestätigung per e-mail bekommen. Bitte bringen Sie diese Bestätigung für den Einlass sowie Ihren gültigen Ausweis mit zwecks Kontrolle der Anmeldung und Sicherheitskontrolle. Die Anmeldungsbestätigung ist nicht übertragbar.

 

VIPs und Ehrengäste:

 

  • VIPs, Ehrengäste und Presse (mit Einladungskarte) werden von unserem Betreuungsteam (Phurbu Königsmark, Chönyi Tawo und Serlha Tawo) am Haupteingang empfangen und zum jeweiligen entsprechenden Eingang geleitet.

 

  • Die VIPs werden im VIP-Lounge von Jamyang Lodoe (Vorstand) offiziell empfangen und dort mit Getränke und Kabse (tib. Gebäck) serviert.

 

  • Für unsere VIP-Gäste haben wir 50 Parkplätze im Bereich Parkplatz A reserviert. Sie erhalten einen kostenlosen Parkschein, wenn Sie am Eingang des Parkplatz Bereich A unserem VTD-Helfer Ihre VIP-Karte vorzeigen.

Parken

Für die restlichen Besucher stehen über 1.000 gebührenpflichtige Parkplätze (Parkplatz Bereich A, B und C) direkt vor der Jahrhunderthalle.

 

Aus Sicherheitsgründen beachten Sie bitte folgendes:

 

  • Bitte planen Sie genügend Zeit für die Sicherheitskontrollen ein.
  • Treffen Sie bitte 90 Minuten vor Beginn am Veranstaltungsort ein. Wir bitten Sie bis 13:45 Uhr Ihren Platz im Saal einzunehmen, denn das Programm beginnt pünktlich um 14 Uhr.
  • Erlaubt ist nur 1x Getränke (max. 50 cl Inhalt) pro Person, aber keine Glas- oder Metallflaschen)
  • Wir bitten um Verständnis, dass keine Gepäckstücke, Taschen, Behältnisse oder Beutel (größer als 20 x 28 x 5 cm) sowie Mäntel und Umhänge in den Saal mitgenommen werden dürfen.
  • Das Mitbringen von Speisen und Getränke (Ausnahme siehe oben) ist untersagt.
  • Wir bitten um Verständnis, dass selbst Taschen, Behältnisse oder Beutel kleiner als 20 x 28 x 5 cm werden beim Einlass auf den Inhalt hin überprüft.
  • Akkreditierte Medienvertreter (Einlass Presse) werden gebeten, unnötige technische Geräte nicht mitzubringen, um langwierige Kontrolle zu vermeiden.

Garderobe

Im Foyer der JHH befinden sich Garderoben. Gegen Gebühr können Sie dort Ihre Sachen abgeben, die Sie in den Saal nicht mitnehmen dürfen.

If you are participating at our festival, please pay heed to the following points:

The Kupper Hall of the Jahrhunderthalle (JHH) Frankfurt is very spacious and has more than 2,000 seats (see seating plan of the JHH in PDF format):

(1) Front floor has 318 seats in 8 rows (8 rows on the left and 8 rows on the right). The first row in the front floor will be dismantled to make more space in the front. Rows 2 to 8 are reserved for VIPs and guests.

(2) High floor has 814 seats in 13 rows (13 rows on the left and 13 rows on the right) starting from Rows 1 to 13.


(3) Balcony has 899 seats in 13 rows (13 rows on the left and 13 rows on the right) starting from Rows 1 to 13 plus number 14 at the back (centre).

The registration was done in writing giving details of full name (first and last name) and the email. All registered participants have received a written confirmation via e-mail. Please bring this confirmation to the Check-In-Desk along with your valid ID to see if the confirmed name tallies with the details in the ID for security check. The registration confirmation is NOT transferable.

 

VIPs and guests:

• VIPs, guests and the press (with invitation card) will be received by our Support Team (Phurbu Königsmark, Choenyi Savo and Savo Serlha) at the Main Entrance. They will accompany you to the respective desks.

• The VIPs will be officially welcomed by Jamyang Lodoe (Board Member).in the VIP-Lounge and served refreshment and Kabse (Tibetan cake).


For our VIP guests we have reserved 50 parking places in the Park Area A. You will receive a free parking ticket from a VTD-Volunteer at the entrance of Park Area A by showing your VIP Invitation Card.


For the rest of our visitors there are more than 1,000 parking places (Park Area A, B and C) parking grounds of the JHH by paying the normal fee.

 

Wardrobe
In the foyer of the JHH you can deposit all your belongings that you are not permitted to take in the hall by paying a usual fee

 

For security reasons, please note the following:

• Please allow sufficient time for security checks.
• Please be at the conference venue 90 minutes before the start. We request to take your seat in the hall by 1:45 PM. The the program will begin punctually at 2 PM.
• Permitted is only 1 drink (max. 50 cl content) per person, but no glass or metal bottles)
• We want to inform you that no pieces of luggage, bags, containers etc. (larger than 20 x 28 x 5 cm) and overcoat and shawls will not permitted inside the hall. We request your kind cooperation.

• It is not permitted to bring food and drinks (exception see above).
• We want to inform that even bags or other containers smaller than 20 x 28 x 5 cm also will be checked of their contents at the Security Check. We request your kind cooperation.
• Accredited media representatives (Gate Press) are requested not to bring unnecessary technical equipments in order to avoid lengthy inspection.

Geburstagsfest am 13. Juli 2015 in Frankfurt

 

 

༸གོང་ས་མཆོག་བཀའ་དྲིན་ཆེ།

 

"Thank You, Your Holiness!“

 

Feier Anlässlich Des 80. Geburtstags

S.H. Des XIV. Dalai Lama
Es ist für uns eine besondere Freude und Ehre, ankündigen zu können, dass Seine Heiligkeit persönlich bei dieser Festlichkeit zugegen sein wird, um mit uns gemeinsam zu feiern. Wir gehören somit zu den ganz wenigen privilegierten Organisationen auf der ganzen Welt, die sein 80. Geburtstagsfest in seiner Gegenwart feiern  dürfen. 

Wir wollen dabei Seiner Heiligkeit für seinen unermüdlichen Einsatz für die internationale Völkerverständigung, für interkonfessionellen Dialog und religiöse Harmonie, sowie für seinen Einsatz zur Versöhnung der Wissenschaft mit der Spiritualität  in einem feierlichen Rahmen danken.

Das gesamte Wirken S.H. des Dalai Lama können wir in seinen drei Verpflichtungen zusammenfassen:

- Als Mensch fördert Seine Heiligkeit säkulare Ethik und menschliche Werte wie Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Toleranz und Selbstdisziplin.

- Als buddhistischer Mönch setzt sich Seine Heiligkeit für Harmonie und Verständnis unter den großen Weltreligionen ein. Trotz philosophischer Unterschiede haben sie alle das gleiche Potential, das Gute in den Menschen zu wecken und zu fördern.

- Als Dalai Lama setzt sich Seine Heiligkeit schon sein ganzes Leben lang für das Wohl Tibets und des tibetischen Volkes ein. Dabei liegt ihm der Erhalt der tibetisch-buddhistischen Kultur, die eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit ist, besonders am Herzen.

Gleichzeitig  möchten wir die Gelegenheit nutzen, um unsere deutschen Freunde und anderen europäischen Freunde zu dieser Feierlichkeit einzuladen, um ihnen für ihre jahrzehntelange politische Unterstützung in unserem Freiheitskampf zu danken.

Auch wird das kulturelle Programm international sein, mit verschiedenen Künstlern aus sechs verschiedenen Nationen. Allein aus Indien erwarten wir 16 hochkarätige Künstler des „Tibetan Institute of Performing Arts“, die uns mit interessanten Tanzdarbietungen aufwarten werden.

Das alles sprengt allerdings unser finanzielles Budget mit Ausgaben von mehr als 70.000,- Euro. Wir möchten bei der Qualität der Räumlichkeit und bei der Zusammenstellung des kulturellen Programms jedoch nicht sparen. Wir  vertrauen auf die großzügige Unterstützung unserer Freunde durch eine Spende, um diese finanzielle Belastung zu meistern.

Bitte helfen sie uns durch eine Spende!

Danke!

 

VEREINSKONTO:

POST BANK  
Kontonummer: 0946147704
Bankleitzahl: 60010070
IBAN:DE29 600 100 700 946 147 704
BIC:PBNKDEFF

Verwendungszweck: S.H. Dalai Lama 80. Geburtstag 

ORT:

JAHRHUNDERTHALLE FRANKFURT
Pfaffenwiese 301
65929 Frankfurt
Zeit: 13. Juli 2015 
Beginn: 14:00 Einlass: 12:30
ACHTUNG: Einlass nur nach schriftlicher Anmeldung bei jayang1016@hotmail.de

Verein der Tibeter in Deutschland e.V.
Vorsitzender: Lobsang Phuntsok

KONTAKTE:

Für das Tibetische: Lobsang Phuntsok:
+49-228-9617 7176 / Handy: +49-173-182 0548
Email: lotsok@yahoo.com

Für Deutsch und English: Jamyang L. Paldentsang: 
Handy:+49-176-83344977
Email: jayang1016@hotmail.de

Pressekontakt: Dalha Agyitsang: 
Tel:+49-228-241161 / Handy:+49-175-6188251
Email: dagyitsang@gmx.de

Kulturprogramm: Dr. Palden Tawo: 
Tel:+49-2351-944753 / Handy:+49-171-7877883
Email: ptawo@t-online.de

Fundraising: Puntsok Tsering: 
Handy:+49-1719432805
Email: tsering@tibethaus.com

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Letzte Änderung: 19-01-2021

16:09 CEST

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