Pressemitteilung:   VTD fordert Boykott der Olympischen Spiele in China wegen der Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen in Tibet.

Die Kommunistische chinesische Volksbefreiungsarmee ist 1950 in das de facto und de jure unabhängige Land Tibet einmarschiert, und seit 1959 ist Tibet vollständig von den chinesischen Kommunisten besetzt. Seitdem herrscht kommunistische Diktatur dort. Die Tibeter haben keine Menschenrechte mehr, kein Selbstbestimmungsrecht, keine Rechte auf Pflege ihrer eigenen Sprache, Religion und Kultur und keine Rechte, in ihrer ursprünglichen Lebensart zu leben. Seit 1959 sind ca. 6000 der Klöster zerstört worden, das sind 98% der kulturellen Einrichtungen - hauptsächlich Klöster, wo meistens über 4000 Mönche leben, studieren and Andachten verrichten. 99% der Mönche und Nonnen sind gezwungen, ihre Klöster zu verlassen. Die wenigen Klöster, die übrig geblieben sind, sind auch zum großen Teil zerstört. Mönche und Nonnen leben unter strengen kommunistischen Überwachungen and Gängelungen, wo sie eigentlich ihre Ruhe und Frieden brauchen, um ihre geistigen Übungen durchführen zu können. Sie werden immer wieder mit nicht endenden politischen Einmischungen gestört. Die willkürliche Verhaftungswelle der Menschen mit Folter und Zwangsarbeit mit häufiger Todesfolge und die Zerstörungswelle der religiösen und kulturellen Einrichtungen gehen heute noch weiter in Tibet. Seit 1950 haben ca. 1,5 Millionen Tibeter ihr Leben unter den Chinesen verloren. Das gleiche Schicksal erleben die Uiguren, Südmongolen and seit paar Jahren auch die Hongkonger. China bedroht Taiwan, will es unterjochen. Die Menschenrechtslage in Tibet hat sich seit Jahren stark verschlechtert. Menschenrechtsverletzungen und politische Unterdrückung haben das Niveau von "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" erreicht, wobei immer mehr Fälle von außergerichtlichen Tötungen, Folter und willkürlicher Inhaftierung auf breiter Ebene und systematisch begangen werden.
     
Darüber hinaus beutet das kommunistische China rücksichtslos die Bodenschätze in Tibet aus. Angefangen haben sie mit dem Raub der Kulturschätze von Privatpersonen und Klöstern. Dann haben sie mit Waldrodungen begonnen, um den Holzhunger in China zu stillen. Danach ging es los mit den Bodenschätzen. Die Tibeter werden weder gefragt noch informiert über das, was die Chinesen in Tibet machen, und sie bekommen keinen einzigen Cent davon. Sie werden nur mit verdreckter, umgewühlter und zum großen Teil vergifteter Landschaft und Flüssen zurückgelassen. 
 
Tibet ist die Wasserquelle für viele Milliarden Menschen in Asien. Die Chinesen bauen jetzt Megadämme in Tibet. Das führt zu Wasserknappheit in den Anrainer-Regionen. Außerdem ist das ganze Gebiet ein Erdbeben gefährdete Region. Das heißt, wenn ein Damm durch ein Erdbeben bricht, führt das zu einer unglaublichen Flutkatastrophe mit verheerenden Vernichtungen von Leben und Gut. Darüber hinaus wollen sie die Flüsse nach China umleiten, was wiederum zur weiteren Wasserknappheit in den Anrainer-Länder führen wird.   
 
Die Umweltzerstörungen durch die Anwesenheit von Massen chinesischen Militärs in Tibet, ihrem Verbrauch an Heizmaterial, den Abgasen ihrer Autos und den Abbau der Bodenschätze sind verheerend. Tibet hat große Gletscher und Permafrost-Gebiete. Tibet ist zu Recht als dritter Pol bezeichnet. Durch die Umweltzerstörungen in Tibet führt das auch zu Klimaveränderungen in der ganzen Welt. In dieser Beziehung geht es nicht nur um die 6 oder 7 Millionen Tibeter, sondern es geht um alle Menschen auf dieser Erde.  
 
Wegen all dieser schrecklichen und ausweglosen Situation haben sich seit 2009 über 155 Tibeter selbst entzündet, um ihren Unmut zu demonstrieren und sind fast alle gestorben und wenn nicht, landeten sie in chinesischen Gefängnissen, wo sie noch mehr leiden mussten. 
 
Deshalb fordern wir, der "Verein der Tibeter in Deutschland", alle Freiheit liebenden Menschen, Nationen und Politiker auf, die Winter-Olympischen-Spiele in China am 4. Februar 2022 zu boykottieren. Wir fordern alle Demokratie liebenden Menschen auf, sich mit uns zu solidarisieren, und so lange das kommunistische China die Menschenrechte und den Umweltschutz nicht respektiert, ihre Teilnahme an Olympischen Spielen in China zu boykottieren. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihren Worten und Taten. 
 
 
Pressekontaktstelle: Tsering Ngodup, 078351669, E-Mail: tsering.ngodup@tibetgermany.de
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Verein der Tibeter in Deutschland e.V., Poststraße 30, 51143 Köln, Tel.: +49 17634678387, vtd@tibetgermany.com, www.tibetgermany.de

 

 

Letzte Änderung: 27.10.2021 

22:00 CET

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