Tibeter festgenommen, weil er Unabhängigkeits-Slogans rief

Die chinesischen Behörden im Bezirk Driru nahmen am 3. September einen Tibeter fest, der gegen die chinesische Herrschaft protestiert und „Unabhängigkeit“ für Tibet gefordert hatte, teilte der Exiltibeter Ngawang Tharpa unter Berufung auf zuverlässige Kontakte zu der Region mit.

 

Der 68jährige Dayang wurde unter heftigen Schlägen festgenommen, als er während des Besuchs von chinesischen Kadern von der Regierung der TAR mit kulturellem Rahmenprogramm Parolen mit der Forderung nach „Unabhängigkeit“ für Tibet rief, und für das lange Leben des Dalai Lama betete.

 

Chinesische Kader, die den sogenannten „Arbeitsteams“ angehören, touren derzeit, begleitet von kulturellen Tanzgruppen, durch verschiedene Dörfer und Gemeinden im Bezirk Driru, um die „patriotische Umerziehung“ durchzuführen.

 

„Lang lebe Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Unabhängigkeit für Tibet“, rief Dayang, wobei er eine traditionelle Glücksschärpe (Khatag) hochhob. Er wurde sofort überwältigt und schwer mißhandelt.

Gegenwärtig wird er in einem Krankenhaus behandelt, doch sein Zustand ist unbekannt.

 

Arbeitsteam-Kader der chinesischen Regierung führen diverse Kampagnen, auch die Erziehung zum politischen Denken, in den Gegenden Dathang, Tarchen und Tsachu im Bezirk Driru durch. Etwa eintausend Sicherheitskräfte sind in den diversen Dörfern und Gemeinden des Bezirks im Einsatz, wobei jedem Sicherheitsbeamten drei Haushalte zur Beobachtung zugeordnet sind.

 

Letzte Änderung: 01-03-2017

09:01 CEST

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