Die Frau des von den Sicherheitskräften getöteten jungen Tibeters begeht Selbstmord

27. August 2014 | Free Tibet, www.freetibet.org

 

Der sechste tibetische Todesfall nach den Schüssen auf Demonstranten am 12. August …

Wie eine zuverlässige Quelle berichtet, hat sich auf den Vorfall vom 12. August hin, als zehn unbewaffnete Demonstranten durch Schüsse schwer verletzt wurden, die schwangere Frau des 18jährigen Jinpa Tharchin, der am 18. August seinen Verletzungen erlag, noch am selben Tag erhängt. Sie war im siebten Monat schwanger, ihr Name ist noch nicht bekannt geworden.

Vier Tibeter starben an den Verletzungen, die sie im Kugelhagel erlitten hatten, und ein fünfter inhaftierter Verletzter tötete sich aus Protest gegen die Verweigerung der medizinischen Hilfe für die in Gewahrsam befindlichen angeschossenen Demonstranten.

Aus derselben Quelle geht auch hervor, daß eine 64jährige Frau namens Dawa Shamo in der Haft so heftig geschlagen wurde, daß sie eine Gehirnblutung erlitt und sich nun nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen kann. Am 23. August kam sie ins Krankenhaus.

Dawa Lhamo ist die Tante von Wangdak, dem Dorfchef, dessen Festnahme den ursprünglichen Protest auslöste. Niemand weiß, wo Wangdak sich befindet, ob er noch am Leben ist oder nicht.

Derselben Quelle zufolge wurde bei der Schießerei ein Polizist versehentlich von den Sicherheitskräften in den Nacken getroffen und starb. Ob er Tibeter oder Chinese war, ist unbekannt. In den staatlichen Medien fanden sich keine offiziellen Erklärungen der Behörden über den Vorfall oder über Todesfälle und weitere Informationen gibt es auch nicht.

Die Direktorin von Free Tibet Eleanor Byrne-Rosengren kommentierte:

„Die derzeitigen Einschränkungen der Nachrichtenübermittlung machen es unmöglich, ein volles und akkurates Bild der Lage zu bekommen, aber was wir mit Bestimmtheit sagen können, ist, daß Chinas brutale Reaktion auf einen legitimen Protest der Tibeter ungeheures Leid über die gesamte Gemeinschaft gebracht hat. Alle diese Todesfälle sind das unmittelbare Resultat von Chinas fortgesetzter Besetzung Tibets und der gewaltsamen Unterdrückung des geringsten Zeichens von Dissens unter den Tibetern. Es wird nur dann keine Toten und Menschenrechtsverletzungen mehr geben, wenn die Besatzung aufhört“.

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Oppenheimer

 

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Letzte Änderung: 01-03-2017

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