Fackellauf für die Gerechtigkeit

(6. Juli bis 10. Dezember 2012)

 

Aufgrund der ernsthaften Verschlechterung der Lage in Tibet hat das Tibetische Parlament-im-Exil (TPiE) in seiner Schlusssitzung am 22. März 2012 beschlossen, eine Reihe von Aktivitäten durchzuführen. So beschloss der Ständige Ausschuss des Tibetischen Parlaments-im-Exil am 27. März den „Fackellauf für die Gerechtigkeit“ als eine dieser Aktivitäten.


Im Laufe der letzten 60 Jahre, seit der brutalen Besetzung Tibets durch das kommunistische China, hat Peking seine Politik der harten Linie in Tibet nie geändert. Dies führte nicht nur dazu, dass China die reichen Naturressourcen Tibets ausplünderte, sondern auch dazu, dass es das tibetische Volk laufend getötet, gefoltert, eingekerkert und ständig schikaniert hat. Trotz alledem haben wir bei unserem Kampf für die Gerechtigkeit an unserer einzigartigen Kultur, spirituellen Tradition und Identität festgehalten.

Seit 2008 gehen die chinesischen Sicherheitskräfte besonders hart gegen die Tibeter vor, was zum Tod zahlreicher Tibeter und unzähligen Folterungen geführt hat. Die Situation wird jeden Tag schlimmer. Deshalb haben sich Tibeter einer nach dem anderen selber in Brand gesetzt, um damit eine friedliche Lösung der Tibet-Frage und die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet zu fordern und die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft die Wünsche und den Kummer der Tibeter, der tief in ihren Herzen verborgen ist, wissen zu lassen. Tibet ist heute wie die Hölle auf Erden.

In Solidarität mit den mutigen und selbstlosen Taten unserer tapferen Brüder und Schwestern in Tibet und um die Welt auf ihre selbstlosen Handlungen und ihre Sehnsucht aufmerksam zu machen, wird das Tibetische Parlament-im-Exil am 6. Juli, dem Tag, an dem unser geliebter geistlicher Führer, Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama, geboren wurde, den weltweiten „Fackellauf für die Gerechtigkeit“ eröffnen. Der Staffellauf wird mit den folgenden Forderungen beginnen:

  1. Die Vereinten Nationen müssen die Tibet-Frage auf der Basis der Resolutionen, die sie in den Jahren 1959, 1961 und 1965 beschlossen haben, diskutieren und kontinuierlich Anstrengungen machen, um den Inhalt dieser Resolutionen zu erfüllen. 
  2. Eine unabhängige internationale Wahrheitsfindungskommission muss sofort nach Tibet gesendet werden, um die anhaltende Krise dort zu untersuchen
  3. Die Vereinten Nationen müssen besonders die Verantwortung übernehmen, sicherzustellen, dass die elementaren Forderungen der Tibeter in Tibet erfüllt werden.


Um diese Forderungen zu erreichen, werden Hunderttausende von Unterschriften in Indien und verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt, durch die der „Fackellauf für die Gerechtigkeit“ führen wird, gesammelt werden. Dieser historische Fackellauf wird am 10. Dezember beendet mit der zeitgleichen Übergabe der Appelle und Unterschriften an das UN-Hauptquartier in New York, die UN-Menschenrechtskommission in Genf und das UN-Informationsbüro in New Delhi.

TPiE-Ausschuss für die "Flame of Truth Relay“
27. Juni 2012, Dharamsala, Indien
Übersetzung Tsering Ngodup, Revision Doris Ngodup-Widdra, Heidelberg

 

Letzte Änderung: 01-03-2017

09:01 CEST

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